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1905
Am 20. Mai Gründung des Gebirgs-Trachten–Erhaltungs-Verein, G.T.E.V. im Gasthaus „Hirsch“. An diesem Tag sind von der Vorstandschaft die Unterschriften unter die gemeinsam beschlossenen Statuten gesetzt worden. Der Vereinsname „D’ Älpler“ wurde auf Vorschlag des Postexpeditors Georg Schwarz angenommen. Ausschlaggebend für diese Bezeichnung war sicher das Leben und die Tätigkeiten der Mitglieder in ihrer Bergheimat. Als die ersten Vorstände zeichnen sich Xaver Echtler vom Lenz am Ried und Thomas Schweiger vom Ziegler,heute Koasar am Ried verantwortlich. Als Kassier Albert Schwarz, Schriftführer Georg Schauer, Beisitzer Benedikt Weiß und Josef Alletsee. Die 38 Mitglieder des ersten Jahres zahlen eine Aufnahmegebühr von je einer Mark und einen Monatsbeitrag von 50 Pfennig. Bereits am 4. Juni fahren sie zur Fahnenweihe zu den „Achtaler“ nach Pfronten. Obwohl damals noch ohne Fahne, erhalten sie als Ehrengabe ein Fahnenband überreicht. Am 1. Oktober besuchen sie das 5. Stiftungsfest der „Neuschwanstoaner“ in Füssen. Als Geschenk zahlen sie dem Bruderverein 10 Liter Bier. An Kirchweih wird ein Ball abgehalten, zu dem auch der Bruderverein aus Füssen eingeladen ist. Die Bayerische Gebirgs- und Volkstrachten – Zeitung, ein offizielles Organ für die bereits gegründeten Gauverbände wird zur besseren Information über das Trachtenwesen abboniert. Ein Schafbockstechen im September bringt einen Reingewinn von 25 Mark.
1906
Zum 1. Vorstand wird Benedikt Weiß aus Halblech gewählt. Beim III. Gaufest des damaligen „Ammertaler Gauverbandes“ in Oberammergau bekommen die „Älpler“ einen sehr schönen II. Preis
übereicht. 37 Trachtlerinnen und Trachtler machen sich damals schon auf den weiten Weg. (Mit was? Fuhrwerk, Rad oder gar zu Fuß) Nach der Rückkehr stellen sie sich vor ihrem Vereinslokal „Hirsch“ zum ersten Vereinsfoto auf.
Eine Fahnenweihe beim Verein Peissenberg wird ebenfalls besucht. Am 3. Oktober beteiligen sich die„Älpler“ in Füssen am 6. Stiftungsfest der „Neuschwanstoaner“. Dabei wird das Denkmal des
Prinzregenten Luitpold und das Bildnis von König Ludwig II. gehuldigt. Nach dem Auftritt mit einem schneidigen Plattler wird jeder Verein mit dem Gruß „Gsund sama“ verabschiedet.
1907
Zum 1. Vorstand wird Ludwig Köpf vom Wegmacher gewählt. Am 09. Februar wird im Vereinslokal „Hirsch“ ein Trachtenball veranstaltet. Ein umfangreiches Programm lockt zahlreiche Besucher an.
Am 1. September beteiligen sich die „Älpler“ bei der Fahnenweihe der „Neuschwanstoaner“ in Füssen mit 12 weiteren Vereinen. Der Festzug wird von der „1. Oberbayerischen Gebirgstrachtenkapelle“ aus München angeführt.
Die Nachbarn in Buching gründen. den G. T. E. V. „Hochplatte“ und die Steingadener den Verein „Almfrieden“.
1908
Zum 1. Vorstand wird Josef Filser vom Kaspelar gewählt. (bis 1912) Der Verein, schon als besonders rührig bekannt, hält in seinem Vereinslokal des Herrn Bader beim Bierjörge seinen Trachtenball ab. Ein
vieraktiges Volkstück mit dem Titel >Vermisst< sowie Tänze und Plattler runden das Programm ab.
Die Buchinger Trachtler veranstalten ihren ersten Trachtenball. Zu diesem haben sie auch die Trauchgauer Plattler eingeladen.
Am 10 Mai treffen sich im Gasthaus Blaue Traube in Schongau auf Einladung des dortigen Trachtenvereins „Lechgauer“ zur Gründung des Lechgauverbandes folgende Vereine: „D’Neuschwantstoaner“ Füssen, gegr. 1900, „D’ Älpler“ Trauchgau, gegr. 1905, „Hochplatte“ Buching, gegr. 1907, „Almfrieden“ Steingaden, gegr. 1907, „Alpenrose“ Peiting, gegr. 1908, und „Bayerischer Rigi“ Hohenpeissenberg,
gegr. 1902. In der neuen Gauvorstandschaft sind die Trauchgauer mit Anton Meichelböck als Beisitzer vertreten. Nach einem festgelegten Delegiertenschlüssel, pro 25 Trachtler 1 Mann, werden den „Älpler“ 2 Delegierte zugesprochen.
Am 23. Mai wird in Steingaden bei einer Gauversammlung von 150 Trachtler die neue Satzung beschlossen. Musikalisch werden sie von der Steingadener Streichmusikkapelle unterhalten.
In der Nachbarschaft wird der Verein „Die lustigen Oberlandler“ von der Wies gegründet.
Anschaffung der ersten Vereinsfahne bei der Fa. Auer in München. Gesamtpreis 808,40 Mark. Durch freiwillige Spenden können 523 Mark
angesammelt werden. Der damalige Kassier Anton Meichelböck bringt den Rest vorerst aus seinem eigenem Geldbeutel auf.
Der Trauchgauer Pfarrer Andreas Sieber verweigert die Weihe der neuen Vereinsfahne. Die Einladungen sind bereits an die Vereine
ausgeschickt. Am 19. Juli wird dann eine Fahnenenthüllung abgehalten, bei der die „Neuschwanstoaner“ aus Füssen Pate stehen und das
erste Fahnenband an heften. Außerdem finden sich trotz regnerischem Wetter noch zehn weitere Vereine zwischen Immenstadt und Oberammergau ein. Der noch junge Nachbarverein „Hochplatte“ Buching marschiert mit 45 Mitgliedern und Musik auf. Auch die
Trauchgauer Fahnenabordnungen des Veteranen- und Feuerwehrvereins beteiligen sich am Festzug durch das festlich geschmückte Dorf. Die
Einwohnerschaft nimmt an der Feier regen Anteil. Der Lechgau-Verband stiftet den Älplern ein wunderschönes Fahnenband mit dem
Aufdruck „Fahnenweihe“. Mit den verbliebenen Einnahmen aus der Festlichkeit können die Kosten der Fahne beglichen und der Kassier entlastet werden.
Zur Erinnerung stellen sich die Vereinsmitglieder mit ihrer neuen Fahne am Steinbruch oberhalb der Halblechbrücke zu einem Vereinsfoto auf. Dieses Foto wird dann auch als Postkarte veröffentlicht.
Zur Weihe der neuen Vereinsfahne machen sich einige „Älpler“ am 09. August auf nach Weissensee. Der dortige Pfarrer Huber stellt für die
Segnung ein schriftliches Zeugnis aus. Trotzdem darf sie nicht in der Kirche bei den Feuerwehr- u. der Kriegerfahnen aufgehängt, sondern muss im Fahnenkasten deponiert werden.
Als erster Fähnrich fungiert Josef Merle vom Tureböck, Begleiter sind Paul Höldrich, der spätere Bürgermeister und Martin Pfeiffer vom Aschrer. Am 6. September führen die „Lechtaler“ in Schongau das Gau-Gründungsfest, auch zugleich das 1. Gaufest, durch. Als Festmusik beim
Umzug mit 17 Trachtenvereinen ist auch die Musikkapelle Trauchgau vertreten. Am Preisplatteln erringen die „Älpler“ den 4. Rang. Am 16.Oktober feiert der Patenverein „D’ Neuschwanstoaner“ sein 8. Stiftungsfest. Mit 26 Trachtlern und der neuen Fahne sind die „Älpler“ am stärksten vertreten Dafür werden sie zum erstenmal mit dem 1. Meistpreis geehrt.
1909
Im Juli lassen die Trachtler des Vereins „Almfrieden“ Steingaden ihre neue Fahne weihen. Bei 24 erschienen Vereinen können die „Älpler“
gefolgt nach Peiting den 2. Meistpreis erringen. Die Nachbarn in Prem gründen den Verein „D’ Lechgauer“. Das II. Gaufest führt der Verein „Almfrieden“ Steingaden am Sonntag den 28. August durch. Bei sehr schlechter Witterung kommen anstatt
den 20 gemeldeten Vereinen nur 12. Der Steingadener Distrikts-Tierarzt Hans Meixner wird bei der Gausitzung am Vormittag zum 1. Gauvorstand, Josef Filser von den Älplern
zum Beisitzer gewählt.
1910
Die „Neuschwantoaner“ in Füssen feiern ihr 10 jähriges Bestehen mit dem 3. Gaufest des Lechgauverbandes. Trotz schlechtem Wetter fanden sich neben den „Älpler“ 20 Vereine in den Lammgarten ein und beteiligten sich am Umzug und Preisplatteln.
1911
Der Verein nimmt an der Fahnenweihe der „Lechtaler“ Schongau mit einer Abordnung Trachtlern teil.
1912
Zum 1. Vorstand wird Martin Pfeiffer vom Aschrer gewählt.
An Pfingsten findet am Hohenpeissenberg ein großes Volkstrachten- und Nationalfest, verbunden mit dem 5. Lechgau-Verbandsfest und dem 10 jährigen Stiftungsfest des G. T. E.V. „Bayer. Rigi“ Hohenpeissenberg in einer 2000 Personen fassenden Festhalle statt. Wegen sehr
schlechtem Wetter kamen von den 56 gemeldeten Vereinen nur 32, darunter auch die „Älpler“. Die „Älpler“ treten in diesem Jahr wegen Unstimmigkeiten aus dem Lechgauverband aus.
1913
Zum 1. Vorstand wird Franz Schratt vom Helener gewählt. (bis 1920)
1914 – 1918
Während des 1. Weltkrieges sind keine besondere Aktivitäten bekannt. Für 26 Mitglieder werden Gefallenen-Ehrungen abgehalten.
1918
Der neu installierte Pfarrer, H. H. Alfons Geiger genehmigt am 15. Dezember in einer Urschrift die Aufbewahrung der Vereinsfahne in der Pfarrkirche
1919
Nach dem 1. Weltkrieg ist ein großer Aufschwung in der Trachtenbewegung zu verzeichnen.
1920
Zum 1. Vorstand wird Josef Köpf vom Wegmacher gewählt. (bis 1922) Am 26. September lassen die Mitglieder des Nachbarverein „Hochplatte“ ihre erste Fahne weihen. Die „Älpler“ übernehmen dazu
ehrenhaft die Patenschaft und beteiligen sich an der Festlichkeit mit der Musikkapelle. Trotz zweifelhaften Wetter finden sich auch die umliegende Trachtenvereine ein und verschönern das Fest.
Am 24. Oktober gründen die Trachtenvereine „D’ Neuschwanstoaner“ Füssen, „D’ Älpler“ Trauchgau,„Hochplatte“ Buching, „Schwanstoaner“ Schwangau und „Lechgauer“ Prem im Gasthaus „Post“ in Buching den Oberen Lechgauverband. Zum 1. Gauvorstand
wird Jakob Frankl aus Füssen und zum 2. Gauvorstand Nikolaus Pröbstl vom Schlosser in Buching gewählt. Karl und Thomas Niggl aus Prem
übernehmen das Amt des Schriftführers und des Kassiers. Gauvorplattler wird Theo Ramsauer aus Füssen. Von den „Älpler“ wird zum 2. Schriftführer Mathäus Köpf, genannt Wegmacher-Hiasl und als Beisitzer Georg Lang vom Nudl, gewählt.
1921
Der Verein beginnt wieder wie vor dem 1. Weltkrieg, Monatsversammlungen abzuhalten. Zur Gauversammlung beim „Neuwirt“(Post) in Buching haben sich neben den Delegierten auch die Schiedsrichter einzufinden. An dieser
Zusammenkunft wird u. a. den Vereinen empfohlen, zur Förderung der Tracht ein weibliches Mitglied in den Ausschuss zu wählen.
In der Jahresversammlung wird beschlossen, den Trachtenball aus Platzgründen nur noch für Mitglieder abzuhalten. Neben Plattler und Gesang soll auch wieder ein Theaterstück aufgeführt werden.
Beim Trachtenball wird ein Überschuss von 181 M erzielt, obwohl den „Dirndln“ 30 M ausbezahlt werden. Die männlichen Teilnehmer bekommen nichts. Am 12. Juni führt der Verein „Hochplatte“ Buching das erste Gaufest des Oberen Lechgauverbandes durch. Neben weiteren vierzehn
Trachtenvereinen beteiligen sich auch die „Älpler“ an der Trachtenschau, Preissingen und Preisplatteln. An der Fahnenweihe bei den „Oberlandler“ Wies, bei der die „Älpler“ Paten stehen, beteiligen sie sich auch mit der Musikkapelle. >Für sie
war Essen und Bier frei,< heißt es in einem Vermerk. Zum Besuch der Festlichkeit besorgt der Verein für Musik, Dirndln und Fahne ein Fuhrwerk.
1922
Zum 1. Vorstand wird Ludwig Vögele vom Schusteränderler gewählt. (bis 1924)
An der Jahresversammlung wird beschlossen, dass jedes nicht entschuldigte Mitglied in Zukunft bei Versammlungen der armen Vereinskasse einen Liter Bier zu zahlen habe.
Zu den Monatsversammlungen werden die Mitglieder per Unterschrift geladen. Das zweite Gaufest führt der Verein „Lechgauer“ Prem durch.
Am 1. Oktober wird auf der Sennalp von den Vereinsmitglieder bei ziemlicher Kälte und Schnee ein Kreuz aufgestellt. Am Kirchweihmontag
weiht es Pfarrer Alfons Geiger im Beisein einiger Mitgliedern in aller Stille ein. Im Vereinslokal Gasthaus „Hirsch“ wird eine Sylvesterfeier mit einer Christbaumversteigerung und Glückshafen abgehalten. Auch Mitglieder
des Nachbarverein „Hochplatte“ Buching sind unter den Besuchern. Inflationszeitalter: Der Preis für eine Maß Bier beträgt 150 M.
1923
An der Jahresversammlung am 6. Januar kostet die Maß Bier bereits 300 M. 1. Gauvorstand Frankl und 1. Gauvorplattler Ramsauer statten den Älplern dabei einen Besuch ab.
Bei einer Monatsversammlung am 19. März werden Einladungen nach Epfach, Westendorf, Salzburg, Wattens (Tirol), Kempten, Seestall,
Lengries und Untergermaringen behandelt und beschlossen, nicht hin zu fahren.
Jedoch nach Bertoldshofen mit 30 Mitgliedern, Roßhaupten mit 40 und Fahne, sowie nach Unterammergau mit 50 Personen, hier mit Fahne und Musik. 3. Gaufest am 13. Mai 1923 in Trauchgau
Dieses erste Gaufest in Trauchgau wird unter dem Vorstand Ludwig Vögele durchgeführt. Trotz des schlechten Wetter am Vorabend mit
Schneefall kommen am Sonntag bei Sonnenschein 25 Vereine mit 14 Fahnen und Standarten, sowie 6 Musikkapellen zum Besuch des
Gaufestes. Als Festmusik spielt die Blechmusikkapelle Peiting. Das Dorf zeigt sich mit prächtiger Dekoration. Der Gottesdienst findet in der
Pfarrkirche Trauchgau statt. Der Festplatz ist vor der Käsküche. Auf einer Freibühne ohne Festzelt finden Preissingen, Preisplatteln und -jodeln statt. Den 1. Meistpreis im Gau erhalten die „Schwanstoaner“ aus Schwangau, den 1. Meistpreis außer Gau,„Almfrieden“
Steingaden und den 1. Weitpreis geht an „Alpenrose Stamm“ aus Augsburg – Oberhausen. Gauvorstand Jakob Frankl aus Füssen kann
auch noch Plattlerpreis verleihen: 1. Preis im Gau erhält „D’Neuschwanstoaner“ Füssen und der 1. Preis außer Gau der Verein „Schloßbergler“ Schongau.
Einnahmen: 2 597 800 M, Ausgaben 674 420 Mark, Rest 1 843 380 Mark. Bierpreis 1 Liter 900 M (15. November Inflation) Der bisherige Vereinsgruß „Gsund samma“ wird für unzutreffend gehalten und nun
„GrüßGott“ eingeführt.
1924
Zum 1. Vorstand wird Hans Wörner aus Halblech gewählt. (bis 1926) Der Trachtenball wird erstmalig als „Gebirgstrachtenball“ abgehalten.
Am 6. Juli hält der Obere Lechgauverband seine Halbjahresversammlung in Trauchgau ab. Von 16 Gauvereine sind 13 mit Delegierten
erschienen. Auf die Pflege der Lechtaler Tracht wird im besonderen darauf hingewiesen. Das Tragen von gelben Schuhen und englisch
gestutzten Schnurrbart ist nicht gestattet. Nach Ende der Versammlung sorgen die „Älpler“ mit Gesang von Filser und Lang, sowie mit Schuhplattler für eine gemütliche Unterhaltung.
Das 4. Gaufest findet bei den Nachbarn, den „Oberlandler“ in der Wies statt.
1925
In diesem Jahr wird der Trachtenball wieder „Plattlerball“ genannt. Wegen Föhnsturm und daraus resultierenden Lichtmangel muss er auf den Fasnachtmontag verschoben werden.
Am 21. Juni feiern die „Älpler“im eigenen Kreis das 20 jährige Gründungsfest. Eingeleitet wird es schon am Vortag durch Böllerschüsse,
Zapfenstreich und Abrennen von Bergfeuern. Am Festtag sind die Trachtler bereits schon um 7 Uhr ins Vereinslokal „Zum Hirschen“ zum
Frühschoppen geladen. Vormittags ist dann Gottesdienst in der Trauchgauer Pfarrkirche und am Kriegerdenkmal Ehrung der Gefallenen und
Verstorbenen, anschließend gemeinsamer Mittagstisch. Der Nachmittag begingt mit einem kleinem Festzug, mit der Musikkapelle voran, durch
das festlich geschmückte Dorf. Anschließend geht ein umfangreiches Programm im reich geschmückten Saal des Gasthauses „Hirsch“ über
die Bühne. Ansprachen, Gesang, Plattler, Dialektgedichte und Festprologe wechseln sich in froher Runde ab. Den Gründungsmitgliedern werden Ehrendiplome verliehen. Der frisch geübte „Holzhackerplattler“ findet großen Beifall. Auch wird die erste Plattlerprobe aufgeführt, von anno 1905, welche allgemein Lachsalven hervor bringt. Ein Einakter, „Der Müller und sein Kind, oder dielebendigen Mehlsäcke“
bringen große Heiterkeit hervor. In schönster Harmonie verläuft die ganze Feier und mancher steuert schweren Schrittes nach Hause.
An der Monatsversammlung am 28. Juni wird beantragt, dass die lieben Trachtlerinnen in ihrer schönen Tracht jeden Sonntag zur Kirche gehen sollen.
(Der Schriftführer vermerkt, „dass man dies nicht erleben wird.“) Die geehrten Gründungsmitglieder vom 21. Juni spenden dem Verein einen schönen Pokal.
Hans Wörner aus Halblech wird zum 1.Gauvorstand gewählt. (bis 1929) Das Gaufest des Oberen Lechgauverbandes verbunden mit dem 25 jährigen Gründungsfest findet bei den „Neuschwanstoaner“ in Füssen
statt.
1926
Am 3. Januar wird eine neue Vorstandschaft gewählt. 1. Vorstand wird wieder Ludwig Vögele vom Schusteränderler. Mitgliederzahl 1926, 148 Aktiv männlich 94, Passiv männlich 5,
Aktiv weiblich 12, Passiv weiblich 10, Ehrenmitglieder 14, Gründungsehrenmitglieder: männlich 6, weiblich 7. Diese sind Beitragsfrei. Auf der Jahresversammlung wird der Antrag gestellt, das Bildstöckle am Schöff zu erneuern. Dies wird einstimmig befürwortet.
Folgende Festlichkeiten werden im Sommer 1926 besucht: Am 2. Mai die Fahnenweihe in Bernbeuren mit Fahne und 64 Mitgliedern, ohne Musik.
Der Verein erhält für die Teilnahme den 2. Meistpreis im Gau, einen Ehrenpreis und ein Gedenkblatt.
Am 30. Mai Fahnenweihe in der Wildsteig bei sehr schlechtem Wetter. Mit Fahne, Musik und 73 Mitgliedern stehen die „Älpler“ dabei Pate.Folgende Preis bekommt man überreicht:
Patenpreis, 1. Meistpreis, Ehrenpreis und Musikpreis An der Fahnenweihe in Erling bei Andechs kann man mit 20 Mitglieder den III. Weitpreis erringen. Diese wunderschöne Fahne ist uns heute
noch erhalten. Das 6. Obere Lechgaufest in Seeg wird nur mit 12 Mitglieder besucht, da am selben Sonntag unbedingt Feldarbeiten verrichtet werden müssen.
Die Fahnenweihe in Huglfing wird ohne Fahne mit 10 Mitglieder besucht. Gaupreiplatteln am 10. Oktober in Buching.
Vereinsvorplattler Hans Bader erreicht den 4. Preis, Sebastian Franz 6. Preis, Joseph Köpf II 18. Preis. Diandl : Veronika Panzelt 5. Preis, Felizitas Greisl 7. Preis, Cilli Krebentitscher den 10. Preis.
Versammlungsbeschluß am 31. Oktober: Bei der Beerdigung eines weiblichen Mitgliedes hat der Verein auszurücken wie bei einem männlichen Mitglied, also in Tracht mit Fahne – aber
ohne Musik. Einem Vereinsmitglied wird nur an der ersten Verheiratung ein Hochzeitsgeschenk überreicht.
Die Weihnachtsfeier wird wegen der hohen Lotteriesteuer diesmal ohne Glückshafen abgehalten.
1927
Ab 1. Januar geben die Vereinigten Bayerischen Trachtenverbände als Mitteilungsblatt den Oberländer Heimatbote heraus. Zum 1. Vorstand wird Franz Pfeiffer vom Aschrermaxl gewählt. (bis 1930)
Der Vereinsbeitrag wird für männliche Mitglieder auf 2 M, für weibliche Mitglieder 1 M. festgesetzt Am 21. Mai Gaupreisplatteln in Trauchgau.
Das 7. Gaufest in Sulzschneid wird mit 30 Trachtler besucht.
1928
Das Sennalpkreuz wird vom Sturm abgesprengt und beschädigt. Am 9. Mai wird von 11 Mitglieder ein neues Kreuz erstellt.
Das 8. Gaufest des Oberen Lechgauverbandes in Roßhaupten wird mit 40 Mitglieder besucht. Am 28. Oktober Versammlung des Oberen Lechgauverbandes in Trauchgau.
Erstes Waldfest. Nach mehreren Ausschusssitzungen und Vorbereitungen, können die „Älpler“ am Sonntag den 26. August das schon längst geplante Waldfest im StockingerWäldle bei sehr günstiger Witterung abhalten, was sich zu einem gelungenen Veranstaltung entwickelt. Um 11
Uhr vormittags marschiert man vom Vereinlokal, begleitet von der Musikkapelle Trauchgau zum Festplatz. Für Unterhaltung und Belustigung
ist reichlich gesorgt. 1. ein Preisbockstechen, bei dem schöne Preise zur Verteilung gelingen. 2. ein Wurstschnappen, das allgemeinen Beifall
erntet. 3. Ein Kasperltheater. 4. Die Polnische Wirtschaft. 5. Eine Schießbude. 6. Lukas schlagen. 7. Hainzenrennen. 8. Kegelscheiben. 9.
Schuhplattler und Tänze. Der Gesangsverein sowie auch die Musikkapelle sorgen für Unterhaltung und Gemütlichkeit. Von verschiedenen Nachbarvereinen sind zahlreich Gäste erschienen.
Der hiesige Musikverein veranstaltet eine Musik-Gründungsfeier, zu der er den Trachtenverein ersucht, sich an dieser Feier zu beteiligen.
1929
Auf der Jahresversammlung wird der Beschluss gefasst, dass weibliche Mitglieder mit „Bubikopf“ nicht aufgenommen und solche auch vom Verein ausgeschlossen werden.
In der Stockinger Viehweide erbaut der Verein mit Gesamtkosten von 300 M. einen Stadel zur Unterbringung der Geräte am Waldfest. Den
Platz stellt Josef Wörle solange unentgeltlich zur Verfügung, bis man sagt, „unser gutesMitglied Josef Wörle ist in die andere Welt hinüber!“ Worauf ihm an der Jahresversammlung gleich eine frische Maß Bier auf den Tisch gestellt wird.
Zu einer Gauversammlung am 10. März in Prem fahren die Delegierten mit einem Auto. Hierzu zahlt der Verein 10 M.
Trachtenverein und Musikkapelle planen einen gemeinsamen Ausflug nach Urspring zu ihrem ehemaligen Mitglied und jetziger Gastwirt Georg Wörle, Turba Schorsch. Das 9. Gaufest bei den „Oberlandler“ in der Wies wird mit Fahne und Musikkapelle besucht. Es wird beschlossen, bei guter Witterung
geschlossen zum Fest zu marschieren.
1930
Zum 1. Vorstand wird Thomas Knappich vom Veicheler gewählt. Zum 10. Gaufest in Bertholdshofen wird mit Fahrädern gefahren.
Am 26. Oktober feiert der Verein mit seinen Mitgliedern das 25 jährige Gründungsjubiläum. Die Gründungsjubilaren werden mit Erinnerungs
-Medaillien ausgezeichnet. Mit Plattler, Theater und Beiträgen der Gesangs- und Musikvereine verläuft die Feier in sehr harmonischem Rahmen. Die Aufführung, „Dorfgolotik von anno 1905,“ das Dorfgespräch im Gründungsjahr, sorgt zum Abschluss für viel Beifall.
Dies wäre sicher auch heute noch sehr interessant.) An der Generalversammmlung des Oberen Lechgauverbandes in Sulzschneid entscheiden sich auch die Trauchgauer Trachtler für den Beitritt
des Gaues zu den Vereinigten Bayerischen Trachtenverbänden.
1931
Der neu gewählte 1. Vorstand Sepp Lory (bis1933) richtet eindringliche Worte an die Mitglieder, „die Erhaltung der Gebirgstracht als
oberste Aufgabe und dass sie nicht im Strudel der neuen Zeit untergeht“. Besonders angeprangert werden die neuen Hutformen und Stehkragen. Es soll nach dem Motto weiter gearbeitet werden: „Das Einfachste sei immer noch das Schönste.“
Zum 11. Gaufest in der Hopferau werden 30 Mitglieder angemeldet. Am Sonntag den 2. August veranstaltet der Trachtenverein mit dem Musikverein zusammen im Stockinger Wäldle das zweite Waldfest. Nach
dem Abmarsch um ½ 12 Uhr vom Vereinslokal „Hirsch“ zum Festplatz kann es wieder bei günstiger Witterung abgehalten und als großer Erfolg verzeichnet werden.
An Stelle einer Weihnachtsfeier mit Verlosung und Versteigerung führt man ein großes Theaterstück in drei Akten auf.
1932
An der Frühjahrsversammlung wird bestimmt, dass jedes Mitglied bei sämtlichen Festlichkeiten das Vereinszeichen zu tragen hat. Das 12. Gaufest wird in Lechbruck besucht.
Am 4. September veranstaltet G T. E. V. „D’ Älpler“ im Vereinslokal einen seiner ersten Heimatabende. Er soll dem modernen Zeitgeist
entgegen wirken. Herr Wolfgang Münsterer bringt mit seinen fleißigen „Alpensänger“ alte Volkslieder und Jodler in Erinnerung. Der Abend wird ein voller Erfolg und trägt wesentlich zur „Neubelebung derHeimatliebe“ bei.
In diesem Jahr stirbt der Gründungsvorstand und Ehrenmitglied, Xaver Echtler vom Lenz am Ried. Für 25 jährige Mitgliedschaft wird weiterhin die Erinnerungs-Medaille ausgegeben. Das Mitglied muss jedoch weiterhin seinen Vereinsbeitrag
bezahlen. Am 9. Oktober Versammlung des Oberen Lechgauverbandes in Trauchgau.
1933
Zum 1. Vorstand wird Josef Köpf vom Hansmichele gewählt. Das 13. Gaufest richtet der Verein „Auerbergler“ Bernbeuren aus und es wird besucht.
24 Mitglieder fahren am 1. Oktober zum großen Trachten-Aufmarsch nach München, an dem sich 19 000 Trachtlerinnen und Trachtler aus ganz Bayern beteiligen. Die „kernigen Worte“ des Schirmherrn der bayerischen Trachtenverbände, des Staatsminister Esser, so stellte sich
später heraus, sind der Anfang der folgenden unheilvollen Zeit.
1934
Zum 1. Vorstand wird wieder Franz Pfeiffer vom Aschrermaxl gewählt. (bis 1937) Der Jahresbetrag für männliche Mitglieder wird auf 1,50 M, für weibliche auf die Hälfte festgesetzt.
Das 14. Gaufest übernehmen die Trachtler des Vereins „Alpengruß“ Wildsteig und wird von den Älplern besucht. Am 16. September führt der Verein das Gaupreisplatteln durch. Die Dirndl und Plattler des G.T.E.V. „D’ Älpler“ könneen dabei sämtliche
vordere Plätze erringen. Plattlergruppe 1 Buabe: 1. Sebastian Franz, 2. Roman Schnöll, 4. Peter Krebentitscher, 4. Alfons Bader, 4. Hans Bader, 5. Sepp Lory, 5. Franz Pfeiffer. Dirndl:
1. Lizi Franz, 3. Zilli Krebentitscher, 3. Maria Schichtl, 4. Rosina Straub Plattlergruppe 2 Buabe:2. Xaver Franz, 2. Martin Hauser Deandl:4. Resi Fraunhofer
Die Verantwortlichen des Vereins beklagen besonders das Ausleihen der Männertracht an fremde Gäste und als Faschingskleidung an weibliche Personen.
1935
In der Jahresversammlung wird angeregt, dass die alten Volkstänze wieder eingeführt und Kursabende abgehalten werden sollen. Als
Lehrmeister werden ältere Mitglieder wie Anton Meichelböck und Josef Etschmann vorgeschlagen.
Von der Dorfgemeinschaft in Trauchgau wird zum erstenmal ein Maibaum aufgestellt. Die Figuren werden von den Vereinen, Gewerbe- und Handwerksbetrieben bezahlt. Auch die „Älpler“ beteiligen sich mit einer „Symbol-Figur“ für den Trachtenverein und an den anfallenden
Arbeiten. Das 15. Gaufest findet bei den „Lechtaler“ in Urspring statt und wird besucht.
Das Gaufest des Lechgauverbandes führt der Verein „Almrausch“ Füssen durch. Sehr zahlreich marschieren die „Älpler“ dabei am Festzug auf.
Sollte sich eine größere Anzahl von Gästen in Trauchgau aufhalten, wird auf der Jahresversammlung empfohlen, soll ein „Gebirglerabend“ abgehalten werden.
1936
Am 9. Februar Vorständetagung des Oberen Lechgauverbandes in Trauchgau. Das 16. Gaufest wird beim Verein „Schwäbischer Rigi“ in Stötten am Auerberg besucht. Am Simapeters-Raut wird ein sogenannter Wiesmahd-Größling geschlagen und zu einem Brunnentrog hergerichtet. Dieser wird dann am Waogheisle aufgestellt.
Am 9. August wird das Waldfest im Stockinger Wäldle bei herrlichem Wetter wieder zu einem großem Erfolg. Eine Jugendgruppe zeigte mit
Tänze und Plattler die Bedeutung der Trachtensache. Besonders sind zahlreich die in Trauchgau und Buching weilenden K. d. F. Gäste, sowie Schaulustige aus der ganzen Umgebung vertreten.
1937
Zum 1. Vorstand wird Peter Pröpstl vom Kaosaram Ried gewählt. (bis 1947) Das 17. Gaufest wird beim Verein „Schwanstoaner“ Schwangau besucht.
Wieder Waldfest am 8. August. Fast sämtliche Trauchgauer Lebensmittelgeschäfte haben dort ihre Buden aufgeschlagen und sorgen für
abwechslungsreiche Genüsse. Trotzdem haben die meisten die Bierbude aufgesucht. Am Abend leuchten dann zahlreiche Champion-Lampen
in verschiedenen Farben, so dass sich die Besucher wie in eine italienischen Nacht verzaubert fühlten. Ohne Vereinszeichen wird man bei Trachtenfesten nicht mehr mitgezählt.
1938
Beim 18. Gaufest in Prem beteiligen sich zwei Gruppen der „Älpler“ bei der Trachtenschau und eine Gesangsgruppe beim Preissingen.
1939
Zum Gaufest nach Bidingen wird folgende Tracht vorgeschrieben! Schwarze Trachtenschuhe mit Latzen und ohne Gummiabsätze. Dunkelgraue lange Strümpfe mit drei grünen geraden Streifen. Lederhose mit
grüner Stickerei, forstgrüne Joppe und grüne Weste. Rotes Trachtentüchlein mit Hirschhornschieber. Tuchene Hosenträger gestickt mit „Älpler“ und grüner Trachtenhut mit Gamsbart. Bei den Dirndlnbleibt der Tellerhut vorläufig bestehen.
1940
Der Trachten- und Heimatbote wird den Mitgliedern an die Front nachgeschickt. In Folge Kriegszeit ruhen die Festlichkeiten und die Vorstandschaft führt im engen Rahmen ihre Ämter weiter.
Starker Wind knickt den Maibaum um.
1941
Für 72 eingerückte Mitglieder wird kein Gaubeitrag bezahlt. Die Rekruten werden in den Verein aufgenommen.
1942
Die schadhafte Vereinsfahne kann nicht repariert werden, da kein Material zur Verfügung steht.
1943
84 Mitglieder sind zur Wehrmacht und Kriegsdienst eingerückt.
1944
Keine Vereinstätigkeit, nur noch bei Trauergottesdiensten für gefallene Mitglieder rückt der Verein während der Kriegszeit aus.
1945
Am 8. Mai endet der schreckliche Krieg. In all den Kriegsjahren hat der Verein 49 Gefallene und Verstorbene zu beklagen.
1946
Der erste Trachtenball nach dem Krieg wird wieder im Vereinslokal Bierjörge (Gasthaus Hirsch) abgehalten, ohne Genehmigung der
amerikanischen Besatzungsmacht. Von 22.30 Uhr bis 6 Uhr in der Früh ist Ausgangsperre. Fast sämtliche Besucher bleiben bis zum Morgen.
1947
Vorstand Peter Pröbstl ruft die Mitglieder am 15. Mai zu einer Besprechung zusammen. Es geht vordringlich um den Fortbestand des Vereins.
Auf Anordnung durch die amerikanische Militärregierung muss wie alle andere Vereine und Organisationen auch der Obere Lechgauverband neu gegründet werden. Dieses geschieht am 11. Mai in Buching.
27. Gaufest in Lechbruck, das erste nach dem Krieg. Russische und amerikanische Offiziere stehen als Beobachter beim Umzug. Es darf kein
Bierzelt aufgestellt werden und zur Verköstigung im Freien gibt es Handwurst und Dünnbier. Die Neugründung des Vereins „D’ Älpler“ erfolgt am 26. Oktober unter Aufsicht von 3 Bürgen. Dies sind Johann Heringer, Bürgermeister,
Franz Schratt, Helener und Josef Köpf vom Wegmacher. Zum 1. Vorstand wird Sepp Lory gewählt, (bis 1955) zum 1. Vorplattler Martin Filser vom Kaspele. In einer neuen Vereinssatzung werden die Richtlinien für eine gedeihliche Zusammenarbeit für die Zukunft erarbeitet.
Eine Abschrift aus dem Protkollbuch um die damalige Zeit zu verstehen: Weihnachten 1947
Im Mai des Jahres 1945 ging der unheilvolle Krieg 1939/45 zu Ende. Unser Vaterland besetzten Truppen aus Amerika, Frankreich, England
und Russland. Auch unsere Gebirgsdörfer wurden dabei nicht verschont. Amerikanische Truppen besetzten unser Dorf. Gar manches Haus
musste geräumt werden, um den Besatzungstruppen auf einige Wochen Platz zu machen. Mit all diesem Unglück hatten auch die Vereine zu
leiden. Sämtliche Vereine wurden aufgelöst und ihr Vermögen beschlagnahmt. Auch wir „Älpler“ wurden dabei nicht verschont. Die meisten
der männlichen Mitglieder waren Soldaten und sind in Gefangenschaft geraten. Ende des Jahres 1945 und im Laufe des Jahres 1946 und 47
kehrte gar mancher Kamerad zurück in die Heimat. Heute noch, an Weihnachten 1947 gedenken wir noch sehr vielen Kameraden, die
irgendwo in den weiten Steppen Russlands oder in Kroatien, Frankreich, England oder sogar noch bis in Afrika hinter dem Stacheldraht
schmachten. Auch gedenken wir besonders den gefallenen und verstorbenen Kameraden, dessen Zahl heute noch nicht festzustellen ist. Allen
Kameraden, die noch am Leben sind, wünschen wir, dass wir sie recht bald in unserer Mitte begrüßen können. Den gefallenen und
verstorbenen Kameraden legen wir im Geiste ein Sträußchen Edelweiß mit Alpenrosen und Vergissmeinnicht auf ihr Grab. Der Verein wird ihnen ein ehrendes Gedenken bewahren.
Treu dem guten alten Brauch! Sepp Lory, 1. Vorstand
1948
Die Mitglieder entwickeln wieder eine rege Tätigkeit. Am Bödele und auf der Sennalp wird ein Bergkreuze aufgestellt und von Pfarrer Geiger eingeweiht. Am Bildstöckle auf derTrauchgauer Ruh wird eine Bank aufgestellt, dass die Holzer nach schwerer Arbeit einen schönen Platz
zur Ruhe finden. Durch die Währungsreform am 20. Juni ist der Kassenstand auf Null gesunken. Der Vereinsbeitrag wird auf 50 Pf. festgesetzt.
An der Jahresversammlung wird auch eine neue Satzung vorgestellt und von den Mitgliedern einstimmig angenommen. Diese tritt dann am 1. Mai 1948 in Kraft.
Besucht werden folgende Festlichkeiten: Am Pfingstmontag die Fahnenweihe in Bayersoien mit 42 und ein Trachtenfest in Bad Kohlgrub mit
38 Mitgliedern. Bei letzterem wird vermerkt, dass man am Heimweg bei dem Patenkind-Verein „Oberlandler“ in der Wies zukehrte „und
beikameradschaftlichen Beisammensein Wein und Schnaps nach alter Deutscher Art und Weise trank.“ Beim Gaufest in Roßhaupten marschiert der Verein bereits mit 140 Trachtlern auf und bekommt natürlich den 1. Meistpreis. Im Anschluss
kehrt der Patenverein „Alpengruß“ Wildsteigim Vereinslokal Bierjörge zu, mit dem man noch einige gesellige Stunden verbringt. Der 3-Akter „Junggesellensteuer“ wird aufgeführt.
An der Gauversammlung am 31. Oktober in Füssen wird unser 1. Vorstand Sepp Lory zum 1. Vorsitzenden des Oberen Lechgauverbandes gewählt. (bis 1968)
1949
Die Trachtenzeitung; DER OBERLÄNDER HEIMATBOTE; das Informationsblatt der bayerischen Trachtler, steht wieder zur Verfügung. Peter Kratzer gründet eine „Mädelgesangsgruppe,“die er bis zu seinem Tod 1969 mit der Zither begleitet.
Am 15. Mai besuchen die „Älpler“ die Fahnenweihe der „Schergenköpfler“ in Altenau und im Juni des Vereins„Almrösl“ in Saulgrub.
29. Gaufest am 6. und 7. August in Trauchgau, auch genannt >3. Heimattag< des 1947 neugegründeten Gauverbandes. Trotz mancher
Nachwehen des 2. Weltkrieges kann dieses Gaufest unter Vorstand Sepp Lory und Festleiter Sebastian Franz, Zintler, bei herrlichem Wetter
zu einem vollen Erfolg werden. Festmusik ist die Musikkapelle Trauchgau. Am Samstag um 18.30 Uhr Ehrung der Toten am Kriegerdenkmal,
ab 20.00 Uhr im Festzelt am alten Turnplatz der Gauheimatabend. Am Sonntag um 9.30 Feldgottesdienst auf der Rieder Kälberhalde, um 13
.30 Uhr dann Festzug durch das Dorf, wobei 42 Trachtenvereine und 14 Musikkapellen vom Gau und außer Gau der Einladung gefolgt sind.
Gauvorstand Sepp Lory kann im Anschluss daran die Preise für Gesang, Musik und Festwagen verteilen. Die Beteiligungspreise Preise erhielten:
I. Meistpreis im Gau: „Hochplatte“ Buching 216 Teilnehmer
II. Meistpreis im Gau: „Lechgauer“ Prem 210 Teilnehmer
I. Meistpreis außer Gau: „Alpenrose“ Peiting 195 Teilnehmer
II. Meistpreis außer Gau: „Almfrieden“ Steingaden 95 Teilnehmer
I. Weitpreis: „Volkstrachtenverein“ Wörishofen
II. Weitpreis: „Gehalder“ Mittelberg
Festzeichen 1 DM Bierpreis 1,10 DM
In Oy – Mittelberg wird ein Trachtenfest besucht. Am Sonntag den 18. September geht es bei einem Ausflug über Tegernsee nach München.
Der Jahresbeitrag wird neu festgesetzt: Männliche Mitglieder 1 DM, weibliche die Hälfte, Neuaufnahmen 1 DM. Max Echtler vom Woabl übernimmt das Amt des 1. Vorplattlers.
1950
Am 9. April große Trachtler–Ehrung im Vereinslokal „Gasthaus zum Hirschen.“ 11 Mitglieder werden zu Ehrenmitglieder ernannt und 55
können für über 25 Jahre Vereinstreue die silberne Ehrennadel in Empfang nehmen. Am 6. und 7. August feiert der Patenverein „D’ Neuschwantoaner“ Füssen sein 30. Gründungsfest und führt den 4. Heimattag des Oberen
Lechgauverbandes durch. Schon am Festabend am Samstag sind die „Älpler“ neben anderen Patenvereinen vertreten. Beim Festzug können
die 140 teilnehmenden Trachtler wieder den 1. Meistpreis mit nach Hause nehmen. Am 9. September weihen die „D’ Älpler“ ihr neuerrichtetes Ehrenmal für die gefallenen und in den Bergen verunglückten Mitglieder ein.
Bereits um 9 Uhr ziehen die Mitglieder, unter den Klängen der Musikkapelle Trauchgau, begleitet von den Nachbarvereinen aus Buching, Prem und Wies hinauf zur „Unterrreither Ruh“. An Stelle des alten, in den Kriegsjahren verfallenen Bildstockes ist ein neues, größeres Ehrenmal errichtet worden. Der Bildstock beherbergt
das Bildnis des „Leidenden Heiland in der Ruh,“ das bereits früher hier gestanden, nun aber von Bildhauer Ludwig Pfeiffer erneuert worden
ist, sowie eine holzgeschnitzte hl. Anna, die Patronin der Waldarbeiter. Der als Heimatforscher bekannte, aus Buching stammende H. H.
Pfarrer Peter Lory, (ein Bruder von 1. Vorstand Sepp Lory) ist aus seiner Pfarrei Görisried hierher gekommen, um das Ehrenmal zu weihen. Für den Entwurf und als Erbauer hat sich Josef Köpf, Wegmacher, verantwortlich gezeichnet. Der Betonsockel wird von der Baufirma Josef
Lang, Simapeter, und die Steinmetzarbeiten durch Martin Stumpf vom Ried unentgeltlich ausgeführt.
Als Zuschuß für das errichtete Ehrenmal wird von der Waldkörperschaft Buching – Trauchgau 3 cbm Nutzholz gestiftet. Dieses wird an der Generalversammlung am 21. Oktober mit einer gesonderten „Versteigerungsordnung“ unter den Mitgliedern an den Meistbietenden
versteigert. Am 6. Oktober verstirbt H. H. Pfarrer Alfons Geiger im Alter von 68 Jahren. Der Verein trauert um einen „edlen Helfer und besten Kenner und Freund unser Bergheimat.“ Der 3-Akter „S’ Lenerl vom Königsee“ wird aufgeführt.
Am 25. Dezember findet eine Weihnachtsfeier mit Glückshafen und Christbaumversteigerung statt. Diese Zusatzeinnahme soll die Vereinskasse
beachtlich gestärkt haben. Vor allem kann der schon lang ersehnte Theatervorhang finanziert werden.
1951
Auf einer Vorständetagung in Lechbruck wird über Trachtenerneuerung diskutiert. Dabei wird von den Trachtler das Füssener Gwand begrüßt, eine Ostallgäuer Tracht jedoch einstimmig abgelehnt.
Der Vereinsmusikant bekommt für eine Plattlerprobe spielen von der Vorstandschaft wenigstens eine Maß Bier genehmigt. Sigismund Lang, Hanseraus Unterreithen, übernimmt die Pflege und Erhaltung des Bildstockes in der Unterreither Ruh.
Am Ostermontag wird das große Theaterstück, „Der Kreuzhofbauer“ unter der Regie von Josef Köpf vom Wegmacherund Martin Stumpf aufgeführt.
Der Bericht über diesen großen Erfolg schließt mit dem Allgäuer Ausdruck „lant it lugg!“ Zur Wiedergewinnung gut nachbarlicher Freundschaft spielen Trauchgauer und Unterammergauer Theatergruppen ihre Stücke in den
jeweiligen Orten. Die Unterammergauer bringen in Trauchgau das Theatertück: „Im Austragsstüble“ zur Aufführung. Mit 136 Trachtler können die „Älpler“ beim 31. Gaufest in Seeg wieder den 1. Meistpreis feiern.
Bei einer Trachtenschau sind Trachtenschuhe mit „Luckleinsohlen“ (Gummisohlen) unzulässig. Ebenfalls unzulässig ist „Schieber und Samba tanzen“ in der Tracht.
Bei der Jahresversammlung wird Peter Kratzer als Gesangsdirigent in die neugewählte Vorstandschaft aufgenommen. 1. Vorplattler wird Erich
Krebentitscher. 2. Gauvorstand Martin Geiger aus Schwangau ist als Gast anwesend und dankt den Pferdebesitzern für die jährliche Teilnahme am Colomannsritt.
1952
Am 25. Mai wird vom neu installierten H. H. Pfarrer August Knöpfle auf der UnterreitherRuh für die verstorbenen, gefallenen und in den
Bergen verunglückten Mitglieder eine hl. Messe gelesen. Für die musikalische Umrahmung sorgt die Trauchgauer Musikkapelle.
Am 2. Juni machen sämtliche Gruppen des Vereins mit der Vorstandschaft eine Fahrt ins Blaue. Ziel ist letztlich wieder der Tegernsee.
In diesem Jahr besuchen die Trachtler Gaufeste des Lechgauverbandes in Hohenpeissenberg und das Gaufest des Altbayerisch –
Schwäbischen Gauverbandes in Bad Wörishofen. Weiters eine Fahnenweihe der „Wertachtaler“ in Marktoberdorf.
Am 32. Gaufest des Oberen Lechgauverbandes am 6. und 7. August beim Nachbarverein „Hochplatte“ Buching sind die „Älpler“ wieder zahlreich in sauberer Tracht vertreten. 50 „Trachtlerinnen“ marschieren mit am Festzug auf. Mit der Jugend und der Musikkapelle unter dem
Dirigenten Willi Helmer sowie einem Festwagen kann der 1. Meistpreis in Empfang genommen werden.
Am Colomannsritt anfangs Oktober in Schwangau, können wegen zu starkem Schneegestöber keine Reiter teilnehmen. Der 1. Vorstand der „Schwanstoaner“ Schwangau und 2. Gauvorstand, Martin Geiger, stiftet zur Förderung des Schuhplattelns im Oberen
-Lechgau als Wanderpreis, ein holzgeschnitztes Trachtenpaar.
1953
H. H. Pfarrer August Knöpfle wird zum Ehrenmitglied ernannt. Beim Trachtenball sind die „Schwanstoaner“ aus Schwangau auf Gegenbesuch, was zu einer besonders heiteren Stimmung sorgt.
Max Kotz vom Bartl am Schober, spendet dem Verein einem Holzstamm, den die Vereinsmitglieder zu einem Brunnentrog herrichten und zwischen der Schule und Waoghäusle (etwa am heutigen Standort des Maibaumes) aufstellen.
In den Sommermonaten werden zur Unterhaltung der Feriengästen Gebirglerabende abgehalten. Das 33. Gaufest des Oberen Lechgauverbandes wird in Weissensee besucht.
Am Gaufest des Lechgauverbandes in Steingaden findet der Verein wieder mit einer großen Anzahl von Trachtlern Beachtung.
Am 15. und 16. August veranstalten die Trachtler mit dem Musikverein nach langer Zeit im Stockinger Wäldle wieder ein Waldfest. Wie
schon vor dreißig Jahren wird es wieder für die zahlreichen Besucher und vor allem für die Feriengäste aus Buching und Trauchgau ein voller Erfolg. Der Preis für eine Maß Bier: 1 DM.
Franz Felizitas, Zintlers Lizi wird als erste Dirndlvertreterin in den Gauausschuß gewählt. (bis 1966)
Der Oberen Lechgauverband führt in Hohenschwangau die Tagung der Vereinigten Bayerischen Trachtenverbänden durch
1954
Eine kleine Gruppe „Älpler“ und die Fahnenabordnung fahren am 9. Mai mit den Vereinen aus Buching, Schwangau, Füssen und
Marktoberdorf nach Leutstettten, um an der 85. Geburtstagsfeier des Kronprinzen „Rupprecht von Bayern“, teilzunehmen.
Am 34. Gaufest in Sulzschneid beteiligen sich wieder zahlreich Vereinsmitglieder und die Musikkapelle.
Es wird vorgeschlagen, um die Waldeinsamkeit nicht mehr in jenen Maßen zu stören, im kommenden Jahr zur Bergmesse auf der Unterreither Ruh geschlossen hinauf zu marschieren. Um nicht wie bei der letzten Messe, die Ruhe durch Motorräder zu stören.
Am 14. und 15. August feiert der Volkstrachtenverein in Unterammergau sein 60 jähriges Vereinsbestehen. Sehr zahlreich beteiligen sich natürlich die „Älpler“ bei diesem Jubiläum.
Der Musik- und der Trachtenverein veranstalten an drei Tagen beim Waldfest im Stockinger Wäldle ein Bockstechen.
48 Trauchgauer Trachtler sind unter anderen mit im Einsatz, als in Hohenschwangau der Film gedreht wurde, „König Ludwigs, vorletzte Nacht.“ Der 3-Akter „Der Regierungsvetter“ wird aufgeführt.
1955
Kreuzerneuerung auf der Sennalp und Einweihung am 21. August durch H. H. Pfarrer Knöpfle.
Am 6. und 7. August kann der Verein sein 50 jähriges Bestehen feiern. Gemeinsam mit der Musikkapelle Trauchgau, die zugleich ein
Musikertreffen abhält, kann dieses Fest bei herrlichem Wetter durchgeführt werden. Dabei sind 24 Trachtenvereine und 14 Musikapellen aus
der Umgebung am Festzug anwesend. Sieben noch lebende Gründungsmitglieder können mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet werden.
Es sind dies: Anton und Cäcilia Meichelböck, Frieda Groß, Therese Schweiger, Josef Etschmann Franz Schratt und Sepp Lang.
Zum 1. Vorstand wird Franz Lory gewählt. (bis 1965) Das Amt des 1. Vorplattler übernimmt Sepp Lang, Fina (bis 1981)
1956
Nach Rücksprache mit H. H. Pfarrer August Knöpfle wird von Seiten der Kirche das Osterfeuer abgelehnt.
Am Wankerfleck erbaut die Alpenverein Sektion Peiting zum Gedenken an die verunglückten Bergsteiger eine Kapelle. Die„Älpler“ beteiligen sich daran mit einer Geldspende.
Vereinsbesuch von 60 Älplern mit Volksmusik bei den „Schwanstoaner“ in Schwangau zur Festigung alter Kameradschaft.
Männergesangsverein, Mädchengruppe und Schrammelmusik veranstalten im Mai unter der Leitung von Wolfgang Münsterer, Peter Kratzer und Martin Niklas einen Heimatabend unter dem Motto: „Singendes – Klingendes Trauchgau.“
Das 36. Gaufest in Bertholdshofen wird wieder mit zahlreichen Älplern und der Musikkapelle besucht. Das Theaterstück „Die Feuerwehrsitzung“ muß wegen reger Nachfrage viermal wiederholt werden.
Es soll aber auch eine der letzten größere Theater-Aufführung sein, da bereits der Fernseher in den Stuben und Wohnzimmern seinen Einzug hält.
Unter schwierigen Verhältnissen wird im Juni H. H. Pfarrer Alfons Geiger am Reiselsberg ein Gedenkstein aus heimischen >Rotem Farbmarmor< mit folgender Inschrift gesetzt:
„Zum Gedächtnis
des kühnen Bergsteiger
und großen Naturfreundes
Hochw. Herrn Pfarrer
Alfons Geiger
32 Jahre
Seelsorger in Trauchgau
1882 – 1950“
Die Mädchen–Gesangsgruppe und der Männergesangsverein singen am Pfingstmontag gemeinsam die Bauernmesse in der Trauchgauer Pfarrkirche, an Stelle der verregneten Bergmesse auf der Unterreither Ruh. Diese wird von den Sängern auch beim Bittgang in der
Wieskirche und bei einem Ausflug nach Elbigenalp aufgeführt. Hier in Tirol findet dann am Abend noch ein Heimatabend statt, bei dem die Sänger und Plattler viel Beifall finden.
Beim Waldfest regnet es am Abend so sehr, das es angeblich „von oben in die Kehlentropfnete.“ Es wird am „Frauentag“ (15. August) wiederholt.
Beim Preisplatteln in Bernbeuren kann die „Zintler Familie“ mit Helga, Lizzi und Sepp, drei 1. Preise gewinnen. Mit Sepp gewannen auch
Hans und Georg Pfeiffer die drei ersten Plätze in der Jugendklasse für die „Älpler“. Die Gruppe gewinnt zudem den Wanderpokal.
Im Sommer errichten Mitglieder auf der Rieder Kälberhalde ein 3,5 m hohes Flurkreuz. Die Christusfigur stellt die Fa. Eisen-Schmidt in Füssen
zur Verfügung. Am 12. November wird von H. H. Pfarrer A. Knöpfle das Kreuz eingeweiht. Die Sängergruppe sorgt mit der Bauernmesse für die feierliche Umrahmung.
1957
Am Ostermontag findet im Gasthaus Post ein Volksliederabend statt, der zahlreiche Besucher anlockt. Am 7. April Frühjahrs–Gauversammlung in Trauchgau. Am 1. Mai feiert der Verein „Hochplatte“ Buching sein 50. Jubiläum. Als Pate wird dem Nachbar-Verein ein Fahnenband überreicht.
Am 37. Gaufest in Hopfen kann wieder mit Musikkapelle der erste Meistpreis errungen werden. Auf der Jahresversammlung verspricht Max Lang aus Halblech, Wörner Max, jedem der Fahnenabordnung bis auf weiteres beim Gaufest eine
Maß Bier.
1958
Beim 38. Gaufest in der Wies kann der Verein mit der Musikkapelle und Festwagen den 2. Meistpreis erringen.
Beim Heimatliedersingen des Oberen Lechgauverbandes beteiligen sich die Mädchen-Gesangsgruppe unter der Leitung von Peter Kratzer und der Männerchor mit dem Dirigenten Wolfgang Münsterer.
Zur 75. Wiederkehr der Gründung des ersten Trachtenvereins in Bayerischzell durch Lehrer Vogel werden zum Gedenken am Abend des 23.
August entlang der gesamten bayerischen Bergkette und auf sonstigen Höhen Bergfeuer entzündet. Auch die „Älpler“ entfachen am Vorberg ein Feuer.
Die Trachtler aus Inzell verbringen nach einem Ausflug in unsere Gegend einen gemeinsamen Abend bei uns „Älpler.“ Am ersten Weihnachtsfeiertag wird im Vereinslokal Gasthaus „Hirsch“ eine Weihnachtsfeier mit Glückshafen, Christbaumversteigerung,
Einakter und Gesangseinlagen abgehalten.
1959
Der Verein nimmt am 3. Mai auf Einladung bei einem Trachtenfest in Esslingen teil. Auf der Fahrt dorthin wird die schöne Barockkirche in
Ottobeuren besichtigt. Leider, so steht geschrieben, wechseln einige in ein Wirtshaus. Gar einer muss noch zum Friseur und so war die
Verspätung fertig. Trotz allem wird der Heimatabend ein voller Erfolg. Verspätung gab es auch andern Tags, so dass man erst in den frühen
Morgenstunden des Montag, jedoch mit einem wunderschönen Pokal als Weitpreis, nach Hause kam. Das 39. Gaufest veranstalten die „Lechgauer“ in Prem. Die Plattler-Buaba bringen am Festabend den „Bänkler“ zum erstenmal zur
Aufführung und findet viel Beifall. Am Festzug beteiligt sich der Verein sehr zahlreich mit Musikkapelle und Festwagen und kann den 1. Meistpreis in Empfang nehmen.
Beim Gruppen - Preisplatteln gewinnt die Plattlergruppe erneut den Wanderpokal. Es gibt auch einen ersten Platz im Einzelwettbewerb.
1960
Ein Antrag von 1. Vorstand Franz Lory, den Trachtenverein in „Trachten- und Heimatverein“ um zu benennen wird abgelehnt.
Beim 40. Gaufest in Füssen, verbunden mit dem 60. Vereinjubiläum der „Neuschwanstoaner“ kann wieder der 1. Meistpreis in Empfang genommen werden.
Eine Abordnung Trachtler besucht am 13. und 14. August den G.T.E.V. „Edelweiss“ Auerbach in der Oberpfalz.
Am 16. und 17. August veranstalten die beiden Vereine, Trachtler und Musikkapelle, im Stockinger Wäldle ein Waldfest.
Am 24. Oktober treffen sich die Trachtenkameraden aus Füssen, Trauchgau, Prem, Schwangau und Buching im Gasthof Weinbauer in Schwangau, um das 40 jährige Bestehen des Oberen Lechgau zu feiern.
Zur Unterhaltung der Feriengäste werden 8 Gebirglerabende abgehalten. Die Schellenbuaba Hans Pfeiffer und Thomas Echtler haben ihre ersten Auftritte.
Um eine neue Fahne an zu schaffen, wird von jedem männlichen Mitglied 1 DM, von jedem weiblichen 0,50 DM mehr Jahresbeitrag eingehoben.
Bürgermeister Georg Schnöll appelliert an die Vereine, zur Aufbewahrung der Fahnen einen geeigneten Platz zu suchen. Bei der mangelhaften
Trocknung im Kirchenraum kann es zu Beeinträchtigen der Stickereien und des Tuches kommen.
Eine Weihnachtsfeier am Stefanstag findet diesmal nur mit Einakter und Glückshafen, jedoch ohne Christbaumversteigerung statt. Dafür werden einige Plattler aufgeführt.
Beim Gau-Preisplatteln in Prem sind die „Älpler“ wieder die Gewinner des Wanderpokals.
1961
Ein Vorschlag, nach 50 Mitgliedsjahren anstatt mit 40, zum Ehrenmitglied zu ernennen, wird von der Versammlung angenommen.
Die Mädchengesangsgruppe und der Männerchor nehmen am Volks- und Heimatliedersingen des Oberen Lechgauverbandes in Steingaden teil, das der Verein „Lechtaler“ Urspring durchführt.
Bei einer Gedächtnisfeier am 13. Juni in Hohenschwangau zum 75. Todestag von König Ludwig II. sind unter den 45 Fahnenabordnungen auch die „Älpler“ vertreten.
Am 41.Gaufest bei den „Schlossbergler“ in der Hopferau nimmt man trotz >trostlosem< Wetter teil. Zur Feier des 50 jährigen Bestehen vom Trachtenverein „Schwäbischer Rigi“ Stötten entschuldigt sich der Verein, da am selben Tag in
Trauchgau der altherkömmliche Alpabtrieb statt findet. Am 8. Oktober führen die Trauchgauer Trachtler das Gau–Preisplatteln durch, das sie vom Verein „Almrausch“ Füssen übernehmen. Diesen
Heimvorteil nutzen die Trauchgauer Plattler mit zwei ersten Plätzen im Einzelwettbewerb natürlich voll aus.
Obwohl bei der Jahresversammlung mehrheitlich beschlossen wird, wieder eine Christbaumversteigerung an der Weihnachtsfeier abzuhalten,
entfällt letztendlich diese langjährige Geldeinnahme. (Wahrscheinlich auf Druck des Pfarrers, Anm. d. Verf.)
1962
Am 31. März versammeln sich sämtliche Vorstände der Gauvereine und die Trauchgauer Trachtler im Gasthaus Post zu einem Ehrenabend. Er
gilt dem 1. Gauvorstand Sepp Lory zu einem 60. Geburtstag zu gratulieren.
An der Frühjahrsversammlung wird der Kauf einer neuen Vereinsfahne beschlossen. Kaufpreis 3 000 DM. Die Anfertigung wird der Fa. Auer
in München übertragen. Die Weihe soll in größerem Rahmen stattfinden.
1. Vorplattler Sepp Lang, Fina, stellt eine Jugendgruppe, vorläufig nur mit Buben zusammen und nimmt an einem Auftritt in Füssen teil.
Beim Staatsempfang der Königin Elisabeth II. von England in München sind auch einige Trachtenpaare der „Älpler“ dabei. Besucht wird das 42.Gaufest beim Patenverein „Alpengruß“ Wildsteig, das Allgäuer Gaufest in Nesselwang und das Gaufest des
Lechgauverbandes in Peiting. Nach einjähriger Pause entschließt sich die Versammlung, mit der Musikkapelle wieder ein Waldfest durchzuführen. Beim Gau-Preisplatteln in Roßhaupten gewinnen die „Älpler“ wieder den Wanderpokal.
Josef Lang, Fina Sepp, wird zum 1. Gauvorplattler gewählt. (bis 1984) Eine Weihnachtsfeier findet in diesem Jahr keine mehr statt.
1963
Am 20. April kann das Ehepaar, Anton und Cäcilia Meichelböck, beide Gründungs– und Ehrenmitglieder, das seltene Fest der Goldenen
Hochzeit feiern. Plattler, die mit den Kronenbögen vor der Kirche Spalier stehen, sowie Männergesangsverein und Musikkapelle verschönern ihnen den Ehrentag.
Der Männergesangsverein wirkt beim Heimatliedersingen in Marktoberdorf mit. Der Verein stellt am Waoghäusleeinen neuen Dorfbrunnen auf. Ebenso am Görgeleck ein neues Kreuz, dies wird im Herbst von Pfarrer
Ludwig Steiger eingeweiht. Der Patenverein „Neuschwanstoaner“ Füssen weiht am 19. Mai seine neue Fahne. An dieser Feier beteiligen sich natürlich auch die „Älpler.“ Das Gaufest des Allgäuer Gauverbandes in Pfronten wird mit 30 Trachtler besucht.
Der Verein nennt sich nun „Heimat- und Trachtenverein“, wird später in „Trachten- und Heimatverein „Älpler“ Trauchgau umbenannt.
Vom 43.Gaufest des Oberen Lechgauverbandes in Marktoberdorf kann man den 2. Meistpreis mit nach Hause nehmen.
Da die alte Vereinsfahne, obwohl sie mehrmals repariert worden war, nicht mehr in besten Zustand ist, wird eine neue von der Fa. Auer in
München angefertigt. Die Weihe der neuen Fahne wird am 11. August bei herrlichem Wetter am Griesbichl durch H. H. Pfarrer Steiger
vorgenommen. Dieser Feldgottesdienst, umrahmt von der Musikkapelle Trauchgau, sowie das anschließende Fest wird wiederum von sehr
vielen Trachtenvereinen und Musikkapellen besucht und reiht sich würdig ein unter den vorangegangenen Feste. Vorstand Franz Lory kann es mit dem ganzen Verein als vollen Erfolg verbuchen.
Fähnrich der neuen Fahne ist Siegfried Lang, Schneider, Begleiter Martin Vollmair, Maispeter und Josef Krebentitscher, Kramer. Das Amt der Fahnenmutter übernimmt Felizitas Franz, Zintlers Lizzi.
Die Plattlergruppe der „Älpler“ gewinnt beim Gau-Preisplatteln in Wildsteig den Wanderpokal zum fünftenmal seit 1952 mit Unterbrechung
und ist damit endgültig der Besitzer. Der Verein stiftet einen weiteren Pokal und setzt dazu die Bestimmungen fest.
In der Jahresversammlung will Vorstand Franz Lory sein Amt niederlegen. Bei der Wahl bekommt er jedoch wieder volles Vertrauen und
stellte sich weiter zur Verfügung. Der damalige Postwirt Menzel verspricht ihm darauf einen Gamsbart, wenn er das Amt des Vorstandes
weitere zwei Jahre, also insgesamt 10 Jahre ausübt. Darauf wird der Beschluss gefasst, dass die Vorstandschaft von nun ab nur alle 2 Jahre gewählt wird.
1964
Am Pfingstmontag wird die Bergmesse für die verstorbenen Vereinsmitglieder auf der Rieder Kälberhalde gefeiert. Der „Trauchgauer Dreig’sang“ wird von Hermine, Rosmarie und Paula Lang gegründet. Der gemeinsame Familienname >Lang< deutet
jedoch auf keine Verwandtschaft unter ihnen hin. Das 44. Gaufest in Urspring wird mit Musikkapelle und 126 Mitglieder besucht. Dafür gab es den 2. Meistpreis.
Nach dem Gewinn im Vorjahr, stiften die „Älpler“ einen neuen Wanderpokal für das jährliche Gau-Gruppenpreisplatteln. Auch diesen
können sie wieder am 25. Oktober aus Marktoberdorf für sich nach Hause nehmen. Am Sylvester – Nachmittag begeben sich 5 Mitglieder in Simapeters Raut um einen Baum zu fällen und aufzuarbeiten. Dieser ist für einen
neuen Dorfbrunnen vorgesehen.
1965
Sepp Lang, 1. Gauvorplattler, weist in der Vorständetagung des Oberen Lechgauverbandes auf die Volkstanzkurse in der Landvolks-Hochschule Wies und die Pflege der Volkstänze hin.
Der traditionelle Trachtenball am Fasnachtsonntag ist dieses mal öffentlich. (Auch für Nichtmitglieder)
Am 45. Gaufest in Schwangau reicht es trotz großer Teilnahme nur zum 2. Meistpreis. Auf dem Festwagen ist ein lebendes Reh zu bestaunen, was natürlich viel Beachtung findet. Das „Älplertrio“ bildet sich mit Alfred Neckermann, Richard und Eduard Pfeiffer.
Der „Trauchgauer Dreig’sang“ tritt zum erstenmal in der Öffentlichkeit auf. Im Sommer über werden für die Feriengäste 7 Gebirglerabende abgehalten.
Am 16. Oktober tritt das Trachtenpaar Thomas und Rita Echtler, geb. Schiechtl, beide in „Älpler-Tracht“ vor den Traualtar. Das Brautpaar
ist in einer sehr schön geschmückten Kutsche vorgefahren. Die Plattler stehen mit den Kronenbögen Spalier und die Musikkapelle spielt zur musikalischen Unterhaltung.
Bei einem gauoffenen Wertungsplatteln am 30.05.1965 in Kaufbeuren beteiligen sich auch die „Älpler“. Am 2. Oktober feiern die „Älpler“ ihr 60 jähriges Bestehen im Vereinslokal „Hirsch“. Vereint mit den Trauchgauer Vereinen, ihren
Fahnenabordnungen und der Musikapelle marschieren die Mitglieder zum Festgottesdienst in die Pfarrkirche. Dort bringt der Trauchgauer
Männergesangsverein die Bauernmesse von Anette Thoma zur Aufführung. Dirigent Wolfgang Münsterer hat diese eigens für Orchester- und
Orgelbegleitung umgeschrieben. Nach Aufstellung zum Gedenken am Kriegerdenkmal für alle verstorbenen und gefallenen Trachtler geht es zum gemeinsamen Mittagessen ins Vereinslokal „Hirsch“. Im Festprogramm am Nachmittag wechseln sich Aufführungen von Musik- und
Plattlergruppen ab. 1. Vorstand Franz Lory liest aus einer von ihm verfassten Chronik über Vergangenheit der „Älpler“. Beim Gaupreisplatteln am 24. Oktober in Urspring gehen die„Älpler“ in der Gruppe wieder als Sieger hervor.
Die Jahresversammlung wird auch von Pfarrer Ludwig Steiger besucht. Er macht mit Nachdruck deutlich, dass eine Christbaumversteigerung
mit einer Weihnachtsfeier nicht zu vereinbaren ist. Auch soll von einer Tombola Abstand genommen werden, was jedoch bei den Mitgliedern kein Einsehen findet. Zum 1. Vorstand wird Xaver Lang, Stiglpeter, (bis1981) und zum 2. Vorstand Max Echtler, Waobl, gewählt.
Die Weihnachtsfeier am Stefanstag wird wieder mit einem Glückshafen abgehalten. Die Musikkapelle, Volksmusikgruppe, der Dreigesang und die Schellenbuaba gestalten das Programm.
1966
Der Trachtenball im Saal des Gasthauses „Hirsch“ erfährt wieder eine neue Belebung. Ein umfangreiches Programm sorgt für die nötige Stimmung und viele gemütliche Stunden.
Zur Beschaffung von Trachten und Musikinstrumenten ist dem Verein vom neugeschaffenen Staatszuschuß 250 DM zugewiesen worden.
Auf Vorschlag des Gaujugendwart, Benno Kölbl wird vom Oberen Lechgauverband der Gaujugendtag ins Leben gerufen. Der Erste Ausrichter dieser Veranstaltung ist der Verein „Almrausch“ Füssen. Daran beteiligt sich auch Jugendleiter Sepp Lang mit seinen jungen
„Älplern.“ Folgende Jahresbeiträge werden festgesetzt: Männliche Mitglieder von 3 auf 4 DM, für weibliche Mitglieder von 1,50 DM auf 2 DM.
Am Pfingstmontag wird in der Wasserscheide das von den Trachtlern neu erstellte Kreuz eingeweiht.
Das 46. Gaufest findet in Bidingen statt. Nach tagelangem Regen gibt es Hochwasser und Überschwemmungen, so dass das Fest wirklich fast
„ins Wasser gefallen“ wäre. Am Festzug ist jedoch herrliches Wetter, bei dem 100 Mitglieder mit Musikkapelle teilnehmen und den 2. Meistpreis bekommen.
Bei der Gedächtnisfeier zum 80. Todestag von König Ludwig II. ist auch die Trauchgauer Fahnenabordnung vor der Residenz in München anwesend. Bei den Jubiläumsfeierlichkeiten „100 Jahre Schützengesellschaft und 70 Jahre Männergesangsverein“ geht im Festzelt ein großer
Trauchgauer Heimatabend über die Bühne, den die Trachtler und Sänger mit der Musikkapelle bestreiten. Die Plattlergruppe der „Älpler“ gewinnt den Wanderpokal, den sie 1964 stiften, zum drittenmal in Folge und ist damit wieder der endgültige
Besitzer. Bei einem Gauoffenen Preisplatteln am 24. April im Salvatorkeller in München erreicht die Plattler-Gruppe der „Älpler“ den 10. Platz. Hans Pfeiffer erplattelt einen 25. Rang.
Am 30. Oktober veranstaltet der Verein im Gasthof Post einen Volksmusik und Liederabend. Unter den zahlreichen Besuchern ist neben
Gauvorstand Sepp Lory auch der Gauvorstand des Lechgauverbandes, Peter Bader. Mitwirkende sind der Trauchgauer Dreigsang, die Trauchgauer Volksmusikgruppe, Älpler-Trio und Volksmusikgruppen aus Peiting, Urspring und Wildsteig.
Schiechtl Marlene, Huberler, (bis 1968) und Lang Agathe, Schneider, (bis 1971) werden als Dirndlvertreterinnen in den Gauausschuß gewählt.
Am 28. Dezember, der Thomasnacht, wird in der Marderfalle ein Baum gefällt, der als Maibaum auserkoren ist.
1967
Am 1. April wird im Schulgarten (heute Rathauspark) von 20 Mitgliedern für die Halteschienen, in die der neue Maibaum gestellt wird, ein Betonstollen betoniert.
Am 1. Mai wird der neue 33 m lange Maibaum mit Muskelkraft unter dem Kommando von Sepp Lang, Simapeter, aufgestellt. Die noch
brauchbaren Figuren und Embleme von 1935 werden wieder hergerichtet und schmücken weiterhin den Baum.
Am 9. April wird die Frühjahrs–Gauversammlung des Oberen Lechgauverbandes im Gasthaus „Hirsch“ abgehalten. Bei dieser Gelegenheit
kann dem Gauvorstand und Ehrenvorstand Sepp Lory anlässlich seines 65. Geburtstages, besonders aber für seine Verdienste für die Trachtensache ein Geschenkkorb überreicht werden.
Das 47. Gaufest des Oberen Lechgauverbandes richtet der Verein „Edelweiss“ Lechbruck aus. Wieder gibt es für die zahlreiche Teilnahme den 2. Meistpreis. Im Stockinger Wäldle wird an zwei Tagen das Waldfest abgehalten.
Nach dem Gewinn im Vorjahr, stiften der Verein wieder einen neuen Wanderpokal für das alljährliche Gruppen-Gaupreisplatteln. Dieses
veranstalten die „Kaltentaler“ aus Bidingen in Marktoberdorf. 31 „Älpler“ beteiligen sich daran und erringen im Einzelwettbewerb zwei erste Plätze. Am 29. Oktober führen die „Älpler“ den 2. Gaujugendtag des Oberen Lechgauverbandes durch. Eine Gesangsgruppe von Peter Kratzer und
die Jugendgruppe beteiligen sich an der Veranstaltung. Am 03. Dezember veranstalten die „Älpler“ das erste Adventssingen mit örtlichen und auswärtigen Gruppen. Dieses findet so großen
Anklang, dass die Turnhalle bis auf den letzten Platz besetzt ist. Die traditionelle Weihnachtsfeier wird diesmal am ersten Weihnachtsfeiertag im Gasthaus „Hirsch“ abgehalten.
1968
Sepp Lang veranstaltet mit dem Gauvorplattler Hans Stöger vom Lechgauverbandes in der Lechhalle in Lechbruck mit dem Tanzmeister
Georg Kaufmann aus Unken seinen ersten Volkstanz. Musikalisch begleitet wird er von der neugegründeten Steingadner Tanzlmusi. Am 26. Mai wird mit 35 Jugendlichen ein Ausflug unternommen und das Schloß Linderhof besichtigt.
Beim 48. Gaufest in Rieden marschiert der Verein mit Musikkapelle, Jugend, also insgesamt 173 Teilnehmer auf. Dafür kann Vorstand Xaver Lang wieder einmal den 1. Meistpreis in Empfang nehmen.
Karin Pfeiffer vervollständigt das „Älplertrio“ zur Trauchgauer Stubenmusik. Die „Älpler“ nehmen in Marktoberdorf mit zwei Gruppen am Heimatliedersingen teil.
Waldfest im Stockinger Wäldle, diesmal mit einer neu erstellten Toiletten-Anlage. Die Plattlergruppe und die Volksmusikgruppe „Älpler-Trio“ sind 10 Tage mit Landrat Konrad Lax (vom damaligen Lkrs. Füssen) zu Gast im
hessischen Kirchheim bei Bad Hersfeld. Mit der dortigen Volkstanzgruppe, die schon Jahre zuvor am Schwaltenweiher in einem Freizeitheim
des Landkreises Hersfeld weilte, werden gemeinsame Auftritte organisiert, vor allem aber auch die Landschaft an der Zonengrenze besichtigt. Vom Gau-Preisplattlen in Lechbruck kehren die „Älpler“ wieder besonders erfolgreich nach Hause. Die Buaba in der Jugendklasse erringen
die ersten vier Plätze, mit der Gruppe den ersten und den dritten Rang. Die aktive Plattlergruppe kann ihren neu gestifteten Wanderpokal wieder für ein Jahr für sich behalten.
Sepp Lory legt nach 20 Jahren das Amt des 1. Gauvorstandes nieder. Zu seinem Nachfolger wird Toni Mayr aus Schwangau gewählt.
Der Verein zählt nun 275 Mitglieder, davon sind 36 Ehrenmitglieder und 40 Jugendliche.
1969
Sepp Lory wird bei einer großen Feier am 22. Februar in Schwangau für seine Verdienste in der Trachtenbewegung und für 20 Jahre als 1.
Gauvorstand zum „Ehren-Gauvorstand“ des Oberen Lechgauverbandes ernannt. Vertreter aus Politik und Kirche, sowie vom Gau, den
Nachbar-Gauverbänden und den Vereinigten Bayerischen Trachtenverbänden überbringen ihm Geschenke und die besten Glückwünsche. Beim 49. Gaufest in Roßhaupten gibt es für die 200 „Älpler“ wieder den 1. Meistpreis.
Der Blitz schlägt in den Maibaum und beschädigt diesen schwer. Die Plattlergruppe, die Volksmusikgruppe, Alphornbläser und die Musikkapelle Trauchgau erneuern über die Pfingstfeiertage ihre
Freundschaft mit der Volkstanzgruppe Kirchheim bei Bad Hersfeld. Bei gemeinsamen Veranstaltungen, bei denen auch Repräsentanten der
Gemeinden und des Landkreises anwesend sind, ernten die Trauchgauer reichlich Beifall. Im Stockinger Wäldle wird wieder ein Waldfest veranstaltet.
In der Turnhalle berichten in einem Vortrag Dr. Siegfried Hofmann aus Steingaden und Lehrer Bauer aus Buching über die Heimatgeschichte von Trauchgau. Die Plattlergruppe, Jugendgruppe und die Schellenbuaba wirken an der Feier des Deutschen Eishokey Meisters EV Füsen mit.
Die Plattlergruppe und das „Älplertrio“ treten bei Filmaufnahmen vor Schloß Neuschwanstein auf. Bei einer Werbesendung werden sie des öfteren im australischen Fernsehen gezeigt.
Beim Preisplatteln in Rieden erringt die Jugend den zweiten und vierten Gruppensieg, die Aktiven den ersten Rang und gewinnen damit wieder den Wanderpokal.
1970
Am 4. April verstirbt Ehrenvorstand und Ehrengauvorstand Sepp Lory im Alter von 68 Jahren. Die große Anteilnahme an der Beerdigung von
Trachtenabordnungen und örtlichen Vereine mit insgesamt 44 Fahnen, sowie von 12 Gauvorständen der Vereinigten Bayerischen
Trachtenverbänden und dessen Vorsitzenden Hans Seestaller aus Gmund am Tegernsee ehren sein Wirken.
Das 50.Gaufest des Oberen Lechgauverbandes wird unter der Schirmherrschaft von Landrat Konrad Lax am 1. und 2. August, verbunden mit dem 65. Gründungsfest der „Älpler“ in gewohnt traditioneller Art, durchgeführt. Der Totenehrung am Samstag schließt sich abends im 3 000
Personen fassenden Festzelt an der Schulturnhalle der große Gauheimatabend an. Dem einzig noch lebenden Gründungsmitglied der „Älpler,“ Sepp Lang, Schuster Sepp, kann das Gauehrenzeichen überreicht werden. Bei Einbruch der Dunkelheit leuchten Bergfeuer mit dem
Namenszug „ÄLPLER“ vom Vorberg. Nach Alphornblasen und Weckruf der Festkapelle Trauchgau zelebriert Pfarrer Konrad auf dem
Griesbichl die Feldmesse. Bei heiterem Wetter bewegt sich am Nachmittag der Festzug durch das schön geschmückte Dorf, bei dem sich 57
Vereine, begleitet von Festwägen und 18 Musikkapellen und Trommlerzügen beteiligen.
Eingeleitet wird diese Festwoche mit dem 7. Bezirksmusikfest des Bezirk 3 von der Musikkapelle Trauchgau. Zu diesen beiden Festen
verfassen beide Vorstände Mathias Romeder und Xaver Lang eine gemeinsame Festschrift. Gauvorstand Toni Mayr kann folgende Preis an die beteiligten Verein vergeben: 1. Meistpreis im Gau: „Lechgauer“ Prem mit 186 Teilnehmer
2. Meistpreis im Gau: „Hochplatte“ Buching mit 176 Teilnehmer 1. Meistpreis außer Gau: „Alpenrose“ Peiting mit 158 Teilnehmer
2. Meistpreis außer Gau: „Volkstrachtenverein“ Unterammergau mit 76 Teilnehmer 1. Weitpreis geht an Volkstanzgruppe Kirchheim / Hessen 2. Weitpreis geht an „Edelweiß“ Landsberg
Den Ehrenpreis an die stärkste Jugendgruppe geht an „Hochplatte“ Buching. Die Preise für Festzeichen: Samstag und Sonntag 2.50 DM, Sonntag 1,50 DM. Maß Bier 2,50 DM
Der Oberen Lechgauverband stiftet erstmals zum Jugend-Gaupreisplatteln einen Gruppen–Wanderpreis.
Jugendleiter Sepp Lang tritt beim Gau-Preisplatteln in Roßhaupten zum erstenmal im Gau mit zwei Jugendgruppen mit je 6 Paaren an.
Die Plattler und die Musikkapelle können nun im Veranstaltungsraum des neuerbauten Rathauses in Trauchgau ihre Proben abhalten.
1971
Der Trachtenball findet nicht mehr wie bisher am Fasnachtsonntag, sondern am Fasnachtsamstag im Vereinslokal Gasthaus „Hirsch“ statt.
Am 25. April veranstaltet der Verein das erste Gau-Jugendpreisplatteln des Oberen Lechgauverbandes, das in diesem Jahr wegen der
zahlreichen Beteiligung vom Gaupreisplatteln der Aktiven getrennt wird. Mit dem Gewinn des neuen Gruppen-Wanderpokales, sowie zwei Einzelsiegen sind die 26 junge „Älpler“ sehr erfolgreich.
Bei einem gauoffenen Preisplatteln am 23. Mai in Peiting sind Gruppen mit je 4 Paaren aus 10 Gauverbänden vertreten. Die „Älpler“ erringen
nach den „Falkenstoaner“ und „Brünnstoaner“ aus München den 3. Preis. Die Gruppe II erplattelt sich einen 15. Rang.
Am 11. Juli nimmt der Verein mit der Musikkapelle beim Bayerischen Trachtentag des Landesverein für Heimatpflege in Bad Wiessee teil. Die
Musikkapelle Trauchgau kleidet sich für dieses Fest extra in die Trauchgauer „Älpler Tracht.“ Vom Gaufest des Lechgauverbandes in Kaufbeuren kann der Verein mit 66 Teilnehmer den 1. Meistpreis außer Gau mit nach Hause nehmen.
Am 51. Gaufest in Stötten gibt es für die 115 Teilnehmer den 2. Meistpreis. Am 10. Oktober veranstalten die „Älpler“ das Gaupreisplatteln der Aktiven. Ein Einzelsieg und der Gewinn des Wanderpokales kann als
großer Erfolg verzeichnet werden. Die Trachtengruppe aus Auerbach in der Oberpfalz ist für einige Tage in Trauchgau zu Gast. In diesem Jahr werden 12 Gebirglerabende abgehalten.
Der Bau einer Vereinshalle wird diskutiert.
1972
Der Oberen Lechgauverband ist mit der Ausrichtung der Tagung der Vereinigten Bayerischen Trachtenverbänden in Marktoberdorf beauftragt. Am großen Heimatabend am 25. März sind auch wieder die „Älpler“ vertreten.
Am Jugend-Preisplatteln am 1. Mai in Stötten gewinnen die jungen „Älpler“ wieder den Wanderpokal. Zudem erreichen sie noch zwei Einzelsiege.
1. Gauvorplattler Sepp Lang gründet eine Gaugruppe mit 12 Paaren zur Teilnahme bei der Eröffnungs- und Abschlussfeierlichkeiten der XX. Olympischen Spiele in München, zunächst alle in „Älpler-Tracht“. Davon sind 3 Trauchgauer Trachtenpaare.
Am 5. November wird Sepp Lang für besondere Verdienste in 10 Jahren als 1. Gauvorplattler vom Oberen Lechgauverband geehrt. Am 23. Juli stehen die „Älpler“dem Verein „Alpengruß“ Wildsteig bei dessen zweiten Fahnenweihe wiederum Pate.
Das 52. Gaufest richten „D’ Neuschwanstoaner“ in Füssen aus. Für die 94 Teilnehmer gibt es den 2. Meistpreis.
Die Jugendgruppe unternimmt einen Ausflug auf den Breitenberg bei Pfronten Beim Gau-Preisplatteln in Stötten werden zwei Einzelsiege erreicht.
Am 29. Oktober werden beim traditionellen Sonntagskonzert des zweiten deutschen Fernsehen Aufnahmen von der Schuhplattler-Gruppe gezeigt.
Im Sommer werden für die Feriengäste 14 Gebirglerabende abgehalten. Der Vereinsbeitrag wird für Männer auf 6, für Frauen auf 3 DM festgesetzt.
1973
Nach dreimaligen Gewinn in Folge kann die Jugendgruppe der „Älpler“ den Jugend - Wanderpokal des Oberen Lechgauverbandes in ihren entgültigen Besitz nehmen.
Beim Einzelwettbewerb kommen sie auf das wohl seltene Resultat von vier 2. Plätze. Die hl. Messe für die verstorbenen Mitglieder wird auf der Rieder Kälberhalde von Pfarrer Konrad gelesen.
Am 15. Juli veranstaltet der Verein verbunden mit einem Waldfest im Stockinger Wäldle den 8. Gaujugendtag. Er wird mit einem Festzug der
Jugendlichen aus 12 Vereinen des Oberen Lechgauverbandes, voran die Musikkapelle Trauchgau, von Trauchgau aus zum Festplatz eingeleitet.
Dies war nach knapp 50 Jahren zugleich das letzte Waldfest an diesem gemütlichem Ort. Am 53. Gaufest in Buching marschieren die „Älpler“ mit Festwagen, Musikkapelle und Jugend, also insgesamt 221 Teilnehmer, am Festzug
auf. Dafür gibt es wieder einmal den 1. Meistpreis. Ausflug der Jugend und aktiven Pattler auf den Wendelstein. Beim Gau-Preisplatteln der Aktiven in Füssen wird der Wander-Pokal gewonnen.
Am 28. November Eröffnungsfeier des Bundesleistungszentrum für Eishockey in Füssen. Auf Einladung der Stadt Füssen nimmt die
Fahnenabordnung und weitere sieben Mitglieder der Vorstandschaft daran teil.
1974
Der vor einigen Jahren in Trauchgau noch existierende Funkentanz in der Sera wird als Volkstanz wieder zu neuem Leben erweckt. Zum 50 jährigen Gründungsfest des Patenverein „Alpengruß“ Wildsteig, die es im kleinen Rahmen feieren, ist auch die Vorstandschaft der „Älpler“ mit der Fahnenabordnung eingeladen.
Der Obere Lechgauverband stiftet erneut einen Wanderpokal für das Jugend-Gaupreisplatteln. Die „Älpler - Jugend“ tritt wieder mit zwei Gruppen, jeweils mit 6 Paaren beim Jugendpreisplatteln in Buching an.
Bei der Fahnenweihe und dem 65. Gründungsfest des Vereins „Lechgauer“ Prem beteiligen sich die „Älpler“ am Festzug mit Festwagen,
Musikkapelle und insgesamt 214 Trachtler, wofür Vorstand Xaver Lang den 1. Meistpreis in Empfang nehmen kann. Das Gaufest des Lechgauverbandes beim Verein „Almfrieden“ Steingaden wird mit 137 Trachtler besucht.
Am 40 jährigen Gründungsfest des Vereins „Ammertaler“ in Bayersoien wird mit 32 Trachtlern teilgenommen. Beim 54. Gaufest in Seeg gibt es für die 153 Teilnehmer den 2. Meistpreis.
Preisplatteln der Aktiven am 15. September in Buching. Die Gruppe tritt dabei mit 7 Paaren an, da Vorplattler Sepp Lang auf keines seiner
Paare verzichten will. Einige Vertreter von anderen Vereinen sehen hier Vorteile für die Trauchgauer und erheben Einspruch. Schon aus
Platzgründen ist es eher als Nachteil anzusehen und die Bestimmungen lauten auf die Teilnahme von mindesten 6 Paaren. Mit der besten Punktzahl können die „Älpler“ den 3. Wanderpokal, der von ihnen 1967 gestiftet worden ist, nun endgültig gewinnen und in Besitz nehmen.
Der Trachtenverein aus Inzell ist bei seinem Ausflug auf Besuch in Trauchgau. Bei einem gemeinsamen Abend spielt die Inzeller Tanzlmusi zum Tanz und Plattler auf.
Beim Gauliedersingen zählen die beiden Sängerinnnen Hermine Lang und Rosmarie Scholz zu den Mitwirkenden.
Drei Jubelpaare feiern gemeinsam das Fest der goldenen Hochzeit. Dies sind das Ehrenmitglied Heinrich Aletsee mit Frau Maria, Stiglpeter, das Mitglied Philiph Kotz mit Frau Katherina, Winkl, sowie Willi und Elsa Linder. Die Vereine und die Musikkapelle umrahmen die wohl
seltene Feier. Beim 1. Adventsingen des Oberen Lechgauverbandes in der St. Mangkirche in Füssen wirken der Zweigesang und die Stubenmusik mit.
In der Turnhalle veranstaltet der Verein am 15. Dezember ein Adventliches Singen und Spielen mit Gruppen aus Trauchgau, Roßhaupten, Sameister, Rottenbuch und Wildsteig.
Im Sommer werden wieder 14 Gebirglerabende abgehalten.
1975
Bei einem Sänger- und Musikantentreffen anlässlich des 50. Gründungsjubiläum der Vereinigten Bayerischen Trachtenverbänden in Bad Aibling wirken neben der Wildsteiger Stubenmusivom Oberen Lechgauverband auch der Trauchgauer Zwaog’sang, Hermine Lang und
Rosmarie Scholz mit. Drei Plattler sind in der Gaugruppe vertreten. Bei der Feier des 75. Gründungsfest des Patenverein „Neuschwanstoaner“ Füssen sind die Vorstandschaft, Fahnenabordnung und die
Plattlergruppe anwesend. Die „Älpler“ wie sämtliche andere örtlichen Vereine sind vertreten, als von Weihbischof Dr. Schmid der Trauchgauer Kindergarten eingeweiht wird.
Beim Festzug des 55. Gaufest in Bernbeuren am selben Tag nehmen dann trotzdem 125 Trachtler teil. Dafür gab es wieder den 2. Meistpreis.
Am 19. und 20. Juli veranstaltet der Verein an der ein Jahr zuvor eröffneten „Trauchgauer Almstube“ ein Waldfest. Am 2. und 3. August wird
es noch einmal wiederholt. Zur Unterhaltung spielen die „Drei Wiggis“ aus Trauchgau und die Blaskapelle aus Altenstadt. Am 80. Gründungsfest und Fahnenweihe des „Volkstrachtenverein“ Unterammergau sind die „Älpler“ mit der Musikkapelle und insgesamt
123 Trachtler aufmarschiert. Dies bedeutet, den „stärksten“ Verein beim großen Festzug. Nach dem Gewinn im Vorjahr, stiften die „Älpler“ einen neuen Wanderpokal für das jährliche Gau–Preisplatteln der Aktiven.
1976
Auf Grund der großen bayerischen Gebietsreform werden mit Wirkung ab 1. Januar die beiden Gemeinden Buching und Trauchgau zur neuen
Gemeinde Halblech zusammen geschlossen. Das Vereinswesen bleibt in beiden Orten unangetastet.
Im Rathauspark wird wieder mit Muskelkraft ein Maibaum aufgestellt. Mitglied Severin Birk entwirft dazu 25 neue Figuren, die von Gönnern
des Trachtenverein angefertigt werden. Schmiedemeister Anton Sieber stellt dazu verzinkte Halterung her. Nach einem feierlichem Einzug stellen die Trachtler mit sogenannten „Schwalben“ in 70 Minuten unter dem Kommando von Josef Lang, Simapeter, den Maibaum in die
Höhe. Abends geht es dann gemeinsam in den Postsaal zum Maitanz mit der Trauchgauer Musikkapelle. Nach der Bergmesse an der Wasserscheide wird am sogenannten „Ochsenkopf“ von Vorstand Xaver Lang die renovierte Gedenktafel
wieder angebracht. An der Gedenkfeier in Hohenschwangau zum 90. Todestag von König Ludwig II. nimmt eine Abordnung des Vereins mit Fahne teil.
Das 56. Gautrachtenfest richten die Trachtler aus Bertholdshofen aus. Daran beteiligen sich die Trauchgauer mit 112 Teilnehmer und bekommen den 2. Meistpreis.
Der langjährige Vorstand und Schriftführer, das Ehrenmitglied Franz Lory verstirbt im Alter von 71 Jahren. Zahlreiche Fahnenabordnungen von
den Nachbarvereinen und Trachtler geben ihm das letzte Geleit und würdigen seine Verdienste. An der Jahresversammlung wird über eine Heimatchronik und ein Heimatmuseum diskutiert.
Am Stefanstag veranstaltet der Verein im Postsaal eine Weihnachtsfeier mit Einakter und Instrumentalgruppen aus Buching und Trauchgau.
1977
Der Trachtenball wird aus Platzgründen erstmals im Gasthof Post abgehalten. Dabei wird die neue und vergrößerte Bühne mit Musikpodium vorgestellt.
Die Jugendgruppen erringen beim Gau-Preisplatteln in Bertholdshofen den ersten und fünften Rang. Der Patenverein „Hochplatte“ Buching feiert sein 70 jähriges Bestehen. Die „Älpler“ begleiten den Jubelverein in einem Fackelzug von der
Kirche zu ihrem Vereinslokal, dem „Alten Wirt.“ Auf dem Festabend ist dann reichlich Möglichkeit, über die gemeinsame Trachtenvergangenheit zu hougarten. Beim 57. Gaufest in Weissensee gibt es für die 129 Teilnehmer den 2. Meistpreis.
Bei einem Trauchgauer Sommerfest können verschiedene Veranstaltungen in einem eigens aufgestellten Bierzelt abgehalten werden, was zur
Aufbesserung der Vereinskasse beiträgt. Auf dem Programm stehen ein Alpenländisches Sänger- und Musikantentreffen, ein
Unterhaltungsabend mit dem Maorbuam – Sextett aus Bad Kohlgrub, ein großer Trauchgauer Heimatabend, der Gaujugendtag und zum Ausklang spielen dann die „Wilden Mander“ aus Forchach in Tirol.
Zu einem kleinen Jugendtag treffen sich am 17. Juli die Gruppen der Patenvereine aus Buching,, Wies und Wildsteig im Festzelt und bringen
Gesang, Tänze und Plattler zur Aufführung. Musikalisch gestaltet wird die Veranstaltung von der Blaskapelle Altenstadt.
Bei einer Trauerfeier wird in Zukunft der Gottesdienst vor der Beerdigung abgehalten.
1978
Die Jugendgruppen erringen beim Gau-Preisplatteln in Weissensee den ersten und fünften Rang. Am 58. Gaufest bei den „Oberlandler“ in der Wies gibt es für die 196 Teilnehmer wieder einmal den 1. Meistpreis.
Der Obere Lechgauverband weiht in der Pfarrkirche St. Mang in Füssen seine neue Gaustandarte. Zu einem Sänger- und Musikantenhougart des Oberen Lechgauverbandes trifft man sich im Saal des Gasthaus Hirsch.
In der Trauchgauer Pfarrkirche findet das Adventsingen des Oberen Lechgauverbandes statt. Außer den örtlichen Instrumentalgruppen und
Sänger wirken noch 5 Vereine aus der Nachbarschaft mit. Neben ihren Darbietungen und dem Hirtenspiel läßt man die vorweihnachtliche Feier mit einem gemeinsamen Andachtsjodler ausklingen.
Die Gemeinde Halblech kauft den Kalkofen und das umliegende Grundstück. Dieses „Technische Industrie-Denkmal“ ist bereits seit 1969
außer Betrieb. Die Kosten für Ankauf und anschließender Restaurierung belaufen sich auf etwa 44 000 DM. Das Landesamt für
Denkmalpflege, Bezirk Schwaben und Landkreis Ostallgäu unterstützen das Projekt mit Zuschüssen.
1979
Die Plattlerjugend kann beim Gau-Jugendpreisplatteln bei den „Oberlandler“ Wies den zweiten Wanderpokal nach dreimaligen Gewinn
entgültig für sich behalten. Außerdem belegt die zweite Gruppe den 2. Platz. Bei einem Dorfabend im Gasthaus Post kann die erste Langspiel – Schallplatte mit dem Titel „Volksmusik aus dem Halblechtal“ vorgestellt
werden. Außerdem wird von Edi Pfeiffer ein Filmbeitrag aus dem Jahresablauf vorgeführt. Eine besondere Ehrung erfährt Peter Krebentitscher, Kramer Peter, zu seinem 75 Geburtstag. Er wird für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Vorstandschaft ausgezeichnet. Zum 50. Geburtstag kann
Sepp Lang Gratulationen von seinen Vereins-Vorplattlern, den benachbarten Gauvorplattler-Kollegen und vom Vorplattler der Vereinigten
Bayerischen Trachtenverbände, Alfons Plereiter aus Ruhpolding entgegen nehmen. Am 23. Mai ist Vorplattlerprobe in Trauchgau
Der Trachtenverein aus Hittenkirchen am Chiemsee weilt im Rahmen eines Ausfluges einen Abend bei den Älplern. Anlässlich einer Festwoche mit Wappenverleihung an die Gemeinde Halblech kann in dem Festzelt in Halblech der Gaujugendtag abgehalten
werden. Die Musikkapellen aus Buching und Trauchgau leiten mit einem kleinen Festzug im Ortsteil Halblech den Festtag ein. Zum Abschluss
findet ein großer Trauchgauer Heimatabend statt. Dabei wirken wieder die jungen „Älpler“, wie die Brüder Helmut und Josef Lang mit Diatonischen und Bariton, sowie die Schellenmädla Echtler Inge, Bader Karin und Echtler Gusti und Susanne Franz mit.
Das 59. Gaufest in Sulzschneid zählen 126 „Älpler“ zu den Teilnehmer, was zum 2. Meistpreis reicht.
Am 4. August verstirbt die Fahnenmutter und Ehrenmitglied Felitzitas Franz, genannt: Zintls Lizzi. Die Verdienste als erste Gaudirndl
-Vertreterin des Oberen Lechgauverbandes von 1953 – 1968 werden am Grabe besonders gewürdigt.
Bei den Gebirglerabende werden neben Plattler, Tänze, Musik und Gesang auch ein Theaterstück aufgeführt. Beim Preisplatteln der Aktiven bei den „Oberlandler“ in der Wies gehen der Gruppen-Wanderpokal, sowie drei Einzelsiege an die „Älpler“
1980
Am 27. Februar verstirbt das letzte Gründungs- und Ehrenmitglied, sowie Gauehrenmitglied Sepp Lang, d’r Schuster Sepp, im hohen Alter
von 94 Jahren. Zahlreiche Trachtler, sowie Fahnenabordnungen der Nachbarvereine geben ihm das letzte Geleit. Vorstand Xaver Lang und
Gauvorstand Toni Mayr würdigen seine Verdienste um die Trachtensache, besonders in der Anfangszeit der Trachtenbewegung.
Zum 10 jährigen Todestag gedenkt der Verein, die Gauvorstandschaft und die Trachtenvereine des oberen Lechgauverbandes dem
Ehrenvorstand und Ehrengauvorstand Sepp Lory in einem Gottesdienst in der Trauchgauer Pfarrkirche. Beim Gaupreisplatteln der Jugend in Sulschneid beteiligen sich die „Älpler“ wie schon seit Jahren wieder mit zwei Gruppen. Eine Gruppe
gewinnt wieder den Wanderpokal, außerdem erplatteln sie zwei Einzelsiege. Am Gaufest des Huosigau-Verbandes, veranstaltet von den „Ammertaler“ in Diesen am Ammersee, beteiligen sich die „Älpler“ mit 40
Trachtler. Am Gaufest des Lechgauverbandes in Rottenbuch marschieren mit der Musikkapelle insgesamt 128 „Älpler“ auf. Dafür gibt es den 2. Meistpreis Außer Gau.
Das 60. Gaufest und zugleich 60. Gründungsfest des Oberen Lechgauverbandes, verbunden mit ihrem 70 jährigen Vereinsjubiläum richtet der Verein „Almrausch“ in Füssen aus. Für die zahlreiche Beteiligung von 185 „Älpler“ gibt es den 1. Meistpreis.
Am 16. und 17. August feiert der Verein sein 75 jähriges Bestehen. Es wird ein 2 500 Personen fassendes Festzelt aufgestellt wurde.
Sämtliche Patenvereine, sowie die Gaugruppe treten am Festabend auf. Fünf Ehrenmitglieder können für 60 Jahre und zwei für 50 jährige
Vereinstreue geehrt werden. Am Festzug, bei herrlichem Wetter, nehmen 26 Vereine mit 11 Musikkapellen und 10 Festwägen teil. Trotz hervorragender Organisation können auch noch 168 „Älpler“ daran teilnehmen. Zu diesem Jubiläum wird zur Erinnerung eine Gedenkmünze
geprägt und von den Plattlern 7 000 Festzeichen angefertigt. Beim Gaupreisplatteln der Aktiven in Sulzschneid treten die „Älpler“ zum erstenmal in der Geschichte des Oberen Lechgauverbandes mit 2
Gruppen zu je 6 Paaren an. Dabei erreichen sie auch zwei Einzelsiege. Zum Bau des geplanten Vereinsstadel werden in der Waldabteilung am Kolomann drei Nutzholz-Partien von der Waldkörperschaft Buching
-Trauchgau ersteigert. Die Aufarbeitung und Bringung des Holzes wird von den Mitgliedern im „Frondienst“ erledigt. Die Mitglieder des Patenverein „D’ Neuschwanstaoner“ Füssen feiern ihr 80 jähriges Bestehen. Das ist Anlass, ihnen zu gratulieren, zu
danken und ein Erinnerungsgeschenk zu überreichen. Beim Empfang von Papst Johannes Paul II. in München durch zahlreiche bayerische Trachtler sind auch acht Mitglieder der „Älpler“ dabei.
Am 28. Dezember kann beim 2. Dorfabend von Xaver Lang den Besuchern an Hand von einigen Filmbeiträgen, der Verlauf des 75 jährigen
Vereins-Jubiläums gezeigt werden. Von der Theaterspielgruppe wird der Einakter „Die hl. Drei Könige im Schwabenland“ aufgeführt.“
Der Verein zählt 258 Mitglieder, zuzüglich 50 jugendliche Trachtler.
Der Obere Lechgauverband veröffentlicht aus Anlass seines 60 jährigen Bestehen eine Gauchronik. Sämtliche Vereine stellen sich darin mit ihrer Vereins- und Ortsgeschichte vor. Die Beiträge für die „Älpler“ verfassen Hubert Romeder, die Geschichte der ehemaligen Gemeinde
Trauchgau Ehrenvorstand Xaver Lang.
1981
Nach jahrelangen Suchen kann auf dem Gelände beim Kalkofen auf gemeindeeigenem Grund ein großer Stadel errichtet werden. Gönner und
viel Eigenleistung lassen dieses Vorhaben realisieren. Für die Überlassung des Grundstückes wird mit der Gemeinde Halblech ein Vertrag
geschlossen. der auch beinhaltet, dass der Kalkofen unter die Obhut des Vereins gestellt wird. In der Turnhalle findet das Jugendsingen und Musizieren des oberen Lechgauverbandes statt.
Vorstand Xaver Lang hat zu einem Hougarte in den Gasthaus„Hirsch“ eingeladen. Die Ortsgeschichte von Trauchgau ist das wesentliche Thema.
Die Jugend gewinnt beim Preisplatteln in Füssen wieder den Wanderpokal Die Fahnenweihe des jungen Vereins „Stoiwändler“ Wald wird mit 76 Mitglieder besucht.
Das Lechgaufest in Kaufbeuren wird mit 4 Trommler der Musikkapelle und 50 Mitglieder besucht. Beim 61. Gaufest des Oberen Lechgauverbandes bei den „Lechgauer“ in Prem marschieren die „Älpler“in der wohl je stärksten Anzahl auf.
Mit Musikkapelle, Jugend und zwei Festwägen sind es insgesamt 228 Teilnehmer. Zum 1. Vorstand wird Sepp Lang, Fina Sepp, gewählt. (bis 1999) Nachfolger im Amt des 1. Vorplattler wird Thomas Vollmair, Fichtl, Oberreithen.
Beim Preisplatteln der Aktiven, durchgeführt vom Verein „Almrauch“ Füssen werden zwei Einzelsiege verbucht.
Nach 25 Jahren kann unter Theaterleiter Hubert Romeder wieder ein großes Theaterstück in drei Akten im Saal des Vereinslokal „Hirsch“ aufgeführt werden. Das Stück „Die Zwillinge vom Oaschichthof“ wird entgegen der oberbayerischen Vorlage, im Trauchgauer Dialekt
gespielt. Zum Schutz gegen feuchter Witterung bei Festlichkeiten werden von den weiblichen wie auch von einigen männlichen Mitglieder einheitliche Regenschirme angeschafft. Der Patenverein „Hochplatte“ Buching bittet erneut um die Patenschaft bei seiner zweiten Fahnenweihe im kommenden Jahr. Dieses Anliegen
wurde natürlich gerne angenommen. Auch der Patenverein „Oberlandler“Wies ersucht die „Älpler“ um die Patenschaft bei ihrer Fahnenweihe. Dieses wird ebenfalls in Ehren
angenommen. Die Trauchgauer Stubenmusik, auch„Älpler-Trio“, feiert ihr 15 jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass kommen zahlreiche Gruppen aus der
näheren und weiteren Nachbarschaft in die Trauchgauer Turnhalle. Auch zahlreiche Zuhörer finden sich zu dem unterhaltsamen Abend ein.
Einen besonderen Beitrag leistet Pfarrer Peter Mayr mit seinem Geigenspiel. Aus dem „Älplertrio“ wird das „Mühlbachtrio.“ Es spielen Richard Pfeiffer, Zither, Edi Pfeiffer, Gitarre und Helmut Helmer, Diatonische.
Alle sind aus Halblech und wohnen am Mühlbach. Alfred Neckermann ist ausgeschieden.
1982
Der Trachtenball im Gasthof Post steht diesmal unter dem Motto: „Lustig sind Wiesmahdleit.“ Beim Gau-Jugendpreisplatteln in Prem gibt es wieder zwei Einzelsiege.
Beim Jugendsingen und -musizieren in Lechbruck wirken die Fina Buabe Sepp und Helmut Lang, sowie die Stubenmusik, Helene und Barbara Pfeiffer und Willi Niggl mit. Die „Älpler“ stehen am 27. Juni bei den Fahnenweihen beim Nachbarverein „Oberlandler“ Wies und am 22. August bei der „Hochplatte“
Buching zum zweitenmal Pate. Mit beiden Vereinen werden zur Erinnerung Fahnenbänder ausgetauscht.
Im Rahmen des Deutsch – Französischen Jugendaustausches weilt vom 24 - 30. Juli eine 53 Personen umfassende Folkloregruppe aus
Beaupreau, (Bel Pratel) Westfrankreich auf Einladung des Vereins in Trauchgau. Mit den französischen Gästen, die bei den Trachtlern
kostenlos einquartiert sind, wird ein umfangreiches Programm veranstaltet. Das Lechgaufest in Seestall wird mit 57 Mitglieder besucht. (2. Meistpreis, Außer Gau)
Beim 62. Gaufest in Marktoberdorf zählt man 192 Trauchgauer Trachtler. Dafür kann Vorstand Sepp Lang den 1. Meistpreis in Empfang nehmen.
Zum Ausflug des Gauausschusses und der Gaugruppe ist auch ein kleinerer Kreis der Vorstandschaften der Gauvereine eingeladen. Bei einer Nachtfahrt auf dem Forggensee mit dem Schiff ALLGÄU kann unsere schöne Huomat bei Mondschein bewundert werden.
Singen und Musizieren des Oberen Lechgauverbandes in Füssen. Der Zwaog’sang mit Erich Meichelböck und Hans Höldrich, zwei
Flötenspieler und die Stubenmusik zählen zu den Mitwirkenden unseres Vereins. Die „Älpler“ veranstalten im Oktober den ersten Volkstanz in der Trauchgauer Turnhalle. Als Tanzleiter fungiert 1.Vorstand Sepp Lang mit
seiner Frau Hermine. Xaver Lang wird zum Ehrenvorstand mit Sitz und Stimme in der Vorstandschaft ernannt.
1983
Eine neugefasste Vereinsatzung von Xaver Lang wird in der Jahres-Versammlung zur Diskussion gestellt.
Anlässlich der Internationalen Gartenbau–Ausstellung in München veranstaltet der Obere Lechgauverband auf einer Seeebühne einen Heimatabend. 3 Plattlerpaare, der Zweig’sang Erich und Hans, der von Richard und Edi Pfeiffer begleitet wird und das Musikduo –Fina,
Sepp und Helmut wirken dabei mit. Beim Gau-Jugendpreisplatteln in Marktoberdorf gibt es zwei Einzelsiege. Zugleich gewinnt die Gruppe wieder den Wanderpokal. Eine Gruppe der „Älpler“ mit 44 Personen starten in den Pfingstferien zu einem Gegenbesuch nach Westfrankreich, nähe der Stadt Nantes.
Hier lernen sie nicht nur die Gastfreundschaft der Franzosen, sondern auch den Kontrast vom Atlantik zu ihren Bergen kennen.
Bei der Eröffnung der Drachenflug – Weltmeisterschaft am Tegelberg beteiligen sich u. a. neun Plattlerpaare der „Älpler“ und die Trauchgauer Musikkapelle.
Beim Gaupreisplatteln der Aktiven in Marktoberdorf sind die „Älpler“ mit zwei Gruppen zu je sechs Paaren vertreten.
Zum Auftakt des Jahrhundertfestes veranstalten die Vereinigten Bayerischen Trachtenverbände am 18. Juni in Miesbach einen großen
bayerischen Heimatabend. Dieser gilt als Auftakt zu den Gedenkfeierlichkeiten an die Gründung des ersten Trachtenverein im Jahre 1883 in Bayerisch Zell. Vier Plattlerpaare der „Älpler“ sind bei der Gaugruppe des Oberen Lechgau Verbandes und zählen zu den Mitwirkenden dieses großartigen
Festes. Am 3. Juli nehmen 69 „Älpler“ mit der Trauchgauer Trachtenkapelle am Jahrhundertfest in München teil. Ein Festgottesdienst auf dem
Marienplatz, zelebriert von Erzbischof Dr. F. Wetter und ein großer Trachtenaufmarsch mit 23 000 Teilnehmer sind für jeden Teilnehmer ein großes Erlebnis. Am Lechgaufest bei den „Schlossbergler“ in Schongau beteiligt man sich mit 128 Trachtlern. Dafür kann man den 1. Meistpreis feiern.
Beim 63. Gaufest in der Hopferau gibt es für die 157 Trauchgauer Teilnehmer wieder den 1. Meistpreis.
Der Vereinsstadel am Kalkofen ist von den Mitgliedern fertig gestellt worden. Nun können Gerätschaften, Tische, Bänke und sonstiges
Inventar verschlossen untergebracht werden. Mit dem restlichen Schnittholz wird eine neue Freibühne angefertigt die auch hier ihren Platz findet. Am 13. August kann dann das erste„Kalkofenfest“ stattfinden. Es wird gleich zu einem vollen Erfolg.
Vorstand Sepp Lang gibt auch das Amt des Jugendleiters ab. Zum Nachfolger wird Hubert Müller gewählt. (bis 1989) In der Turnhalle veranstalten die„Älpler“ den 2. Volkstanz. Wieder spielt die Steingadener Tanzlmusi auf.
Max Echtler, 2. Vorstand von der Waldkörperschaft Buching-Trauchgau macht die Zusage, dass der Maibaum wie in der Vergangenheit aus dem Körperschaftswald gestiftet wird.
1984
Der Trachtenball steht dieses mal unter dem Motto: „So wia’s früher war.“ Der Funkentanz wird in der Trauchgauer Turnhalle abgehalten. Für die Bewirtschaftung der zahlreichen Gäste sind die Vorstandschaft und die
Plattler zuständig. Im Rathauspark wird der 4. Maibaum aufgestellt. Diesmal weist er eine stattliche Länge von 35 m auf. Das Kommando übernimmt bei dieser schwierigen Aktion Vorstand Sepp Lang.
Beim Gau-Jugendpreisplatteln in der Hopferau gibt es wieder zwei Einzelsiege.
Vorstand Josef Lang feiert mit seiner Frau Hermine am 25. Mai das Fest der Silbernen Hochzeit. Den abendlichen Gottesdienst in der Wallfahrtskirche Wies mit Monsignore Kirchmair umrahmen die„Oberschwankirchner Harfenmusi“ und die „Strauß Madl“ aus Bad
Kohlgrub. Anschließend sind die Plattler und die Vorstandschaft in die Trauchgauer Turnhalle zum Volkstanz, Schuhplattler und Gesang eingeladen.. Die Steingadner Tanzlmusi gibt dem Abend die musikalische Note und Gerhard Klein als Leiter übereichte dem Jubelpaar den „Fina - Boarischen“. Außerdem geben ihnen zahlreiche Gratulanten aus der großen Trachtenfamilie von Nah und Fern wie auch die „Älpler“ die Ehre.
Beim Gaujugendtag in Urspring nehmen 20 Paare des „Älpler - Nachwuchs“ teil.
Zwei Plattlerpaare sind mit der Gaugruppe beim Schlussakt des 34. Deutschen Katholikentages in München beteiligt. Die „Schwanstoaner“ in Schwangau feiern ihr 75 jähriges Bestehen. Am Festzug beteiligen sich Musikkapelle, Festwagen und insgesamt 185
Trachtler, was den 1. Meistpreis bedeutet. Beim 64. Gaufest, verbunden mit dem 60 jährigen Gründungsfest des Vereins „Alpengruß“ in Wildsteig nehmen 195 „Älpler“ teil. Dafür gibt
es den 1. Meistpreis. Zum erstenmal wird von 24 Plattlerpaaren der Kronentanz aufgeführt. Das 2. Kalkofenfest wird veranstaltet. Dazu wird am Stadel eine WC-Anlage angebaut.
Beim Gaupreisplatteln der Aktiven in Hopferau beteiligen sich die „Älpler“ zum erstenmal mit drei Gruppen zu je sechs Paaren. Diese
Rekordbeteiligung darf als Einmaligkeit in der Geschichte des Oberen Lechgauverbandes gelten. Im Einzelwettbewerb sind sie mit drei ersten Platzierungen erfolgreich.
Sepp Lang legt das Amt als 1. Gauvorplattler nach 22 Jahren nieder. In der Trauchgauer Turnhalle wird der Kathreinentanz als Volkstanz veranstaltet. Vorstandschaft und Plattler sind für die Bewirtschaftung
zuständig. Das Theaterstück in 3-Akten „Bartls Hundstage“ wird in der Turnhalle auf geführt.
1985
Der Trachtenball wird zum erstenmal wegen großem Besucherandrangs in der Vergangenheit in der Turnhalle abgehalten.
Das aktive Vereinsmitglied Markus Lang wird mit drei weiteren Kameraden >Deutscher Meister< in der Ski-Langlauf–Staffel.
Sepp Lang wird nach 22 jähriger Tätigkeit als 1. Gauvorplattler zum Ehren-Gauvorplattler ernannt. Der Verein bezieht 32 Trachtenzeitungen.
Am 30. April feiert der Verein in der Turnhalle sein 80 jähriges Bestehen. Eingeleitet wird es mit einem Festgottesdienst in der Trauchgauer
Pfarrkirche. Die Patenvereine sind mit ihren Vorstandschaften, Fahnenabordnungen und Plattlergruppen anwesend und bringen Plattler und
Tänze zur Aufführung. Ehrenvorstand Xaver Lang zeigt den zahlreichen Besuchern in einem Lichtbildervortrag, 80 Jahre Vereinsgeschehen. Vom Jugendpreisplatteln in der Wildsteig kehren unsere junge „Älpler“ wieder mit zwei ersten Platzierungen im Einzel-Wettbewerb nach
Hause. Beim 65. Gaufest in Urspring kann der Vorstand mit 210 „Älpler“ aufwarten und den 1. Meistpreis mit nach Hause nehmen. Die
Plattlergruppe bringt den Kronentanz mit 24 Paaren zur Aufführung. Nach umfangreichen Renovierungsmaßnahmen kann der Kalkofen wieder in Betrieb genommen werden. Unter Anleitung von Sebastian
Stumpf, einem Sohn des letzten Kalkbrenners Georg Stumpf, wird gezeigt, wie Kalk gebrannt wird. Um das alte Handwerk nicht in
Vergessenheit geraten zu lassen, kann er den jungen Mitgliedern viel Wissen für die Zukunft weitergeben.
Währenddessen hat der Verein zu einem Kalkofenfest eingeladen. Zahlreich haben sich Interessierte und Besucher eingefunden. Die „Älpler“ treten beim Gaupreisplatteln der Aktiven in der Wildsteig zum zweitenmal in Folge mit drei Gruppen zu je sechs Paaren an. Im
Einzelwettbewerb gibt es zwei erste Platzierungen. An die Gauvereine wird die neugedruckte Satzung des Oberen Lechgau Verbandes ausgegeben.
1986
Der traditionelle Trachtenball am Fasnachtsamstag wird in der Turnhalle abgehalten. 280 Besucher sind erschienen. Zur Unterhaltung spielen die „Alpengruß Musikanten“ aus Wildsteig auf.
Beim Volkstanz am 11. April in der Turnhalle spielt die Fraßdorfer Tanzlmusi. Am Gau–Preisplatteln der Aktiven bei den „Lechtaler“ Urspring treten die „Älpler“ zum drittenmal in Folge mit drei Gruppen zu je sechs
Paaren zum Wettbewerb an. Neben vier Einzelsiege sind sie mit dem Gewinn des Wanderpokals sehr erfolgreich. Vom Nudls – Raut am Vorberg wird der Wiesheu – Stadel, als letzter in Blockbauweise, von den Mitgliedern abgebrochen und am Kalkofen
im Orginalzustand wieder aufgebaut. Das Schindeldach muss jedoch erneuert werden. Ein Denkmal besonderer Art ist erhalten worden.
Am 14. Bezirksmusikfest in Trauchgau veranstaltet der Verein zum Auftakt mit der Musikkapelle einen Trauchgauer Heimatabend. Am großen
Festzug beteiligt man sich mit Festwagen, Jugend und zahlreichen Mitgliedern. Den 1. Meistpreis gibt es beim 66. Gaufest des Oberen Lechgauverbandes in Stötten für die 177 Teilnehmer.
Bei der Deutschen Meisterschaft in der Altersklasse der Rasenkraftsportler am Trauchgauer Sportplatz werden vonTrachtenmädla die Siegerehrungen vorgenommen.
Beim Sonnntagskonzert des zweiten deutschen Fernsehen, aufgenommen auf der Schlossangeralp bei Pfronten wirkt u. a. auch die Trauchgauer Stubenmusik mit. Beim Volkstanz in der Turnhalle spielt die Steingadner Tanzlmusi und die OberlinzerTanzlmusi aus Tirol. Vortänzer ist wie immer, Sepp
Lang mit seiner Frau Hermine. Beim Jugend – Gaupreisplatteln in Urspring können die „Älpler“ anstatt wie bisher mit zwei, diesmal mit drei Gruppen antreten. Diese Anzahl
von 18 Paaren ist besonders bei der Jugend bemerkenswert.
Treten bereits im Frühjahr beim Jugend - Preisplatteln schon drei Gruppen zum Wettbewerb an und beim Aktiv – Preisplatteln ebenfalls, bedeutet dies, dass in diesem Jahr sich 36 Paare der „Älpler“ den Preisrichtern stellten.
Am Bayerischen Trachten-Jugendtag am 15. 11. in Regensburg beteiligt sich der Obere Lechgauverband mit der neu gegründeten Jugend-Gaugruppe, bei der die „Älpler“ mit 2 Paaren vertreten sind. Dies waren Rosmarie Lang, Doris Strauß, Gerhard Krebentitscher und
Bernhard Vollmair. Beim Jugendhougart in der Wildsteig sind die „Älpler“ mit 2 Instrumentalgruppen vertreten.
1987
Der große Kenner unserer schönen Heimat, Karl Singer aus Schwangau zeigt im Rahmen eines Hougarten im vollbesetzten Saal des Gasthaus
Adler in Halblech Dias aus Trauchgau und Umgebung. Zwei jugendliche Musikgruppen bereichern abwechselnd den gemütlichen Abend. Das Trachtenpaar und Ehrenmitglieder Stefan und Walburga Köpf vom Ahanser feiern das Fest der Goldenen Hochzeit.
Das 67. Gaufest in Rieden ist sehr verregnet. Trotzdem nehmen 161 „Älpler“ am Festzug teil. Für die rege Teilnahme werden sie mit dem 1. Meistpreis belohnt.
Am Vereinsstadel wird die Überdachung erweitert, damit bei ungünstiger Witterung die Besucher beim Kalkofenfest die Darbietungen im Trockenen genießen können.
Das Lechgaufest in Steingaden wird mit 176 Trachtler besucht. Wegen 2 fehlenden Mitglieder hat es nicht zum 1. Meistpreis gereicht.
Toni Mayr aus Schwangau legt das Amt als 1. Gauvorsitzender nach 19 jähriger Tätigkeit nieder. Max Bertl aus Wildsteig wird zu seinem Nachfolger gewählt. Sepp Lang wird Beisitzer im Gauausschuß.
1988
Am Funkentanz in der Turnhalle in Trauchgau führen die Plattler den Zillertaler Hochzeitsmarsch und den Hexentanzauf.
Am Festabend in Schongau, 80 Jahre Lechgauverband, sind u. a. auch die Vorstände der Gründungsvereine „D Neuschwanstoaner“ aus Füssen, sowie der „Hochplatte“ Buching und der„Älpler“ eingeladen.
Am 18. Juni sind die Plattler und Vorstandschaft zum 80 jährigen Jubiläum der „Oberlandler“ in die Wies eingeladen. Am Kalkofenfest sorgt das „Heimatklang Trio“ aus Maierhöfen im Zillertal für Stimmung und Humor.
35 „Älpler“ beteiligen sich mit weiteren Vereinen des Oberen Lechgauverbandes beim Festzug des Bundestrachtenfest in Innsbruck. Im Tivoli
– Stadion werden anschließend mit weiteren Teilnehmern Tänze und Plattler aufgeführt.
Am 68. Gaufest in Lechbruck beteiligen sich die Trauchgauer mit 152 Trachtlern, was zum 2. Meistpreis reicht.
Große Trauerfeier für den verstorbenen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß in München. 3600 Trachtler und Gebirgsschützen stehen in der
Ludwigstraße Spalier. Auch Vorstand Sepp Lang ist mit der Fahnenabordnung in den Reihen. Thomas Lang vom Ahanser wird zum 1. Vorplattler gewählt.
1989
Der Trachtenball wird wie immer am Fasnachtsamstag jetzt wieder im neuen Postsaal abgehalten. Der Funkentanz wird von den Älplernnunin der Lechhalle in Lechbruck abgehalten.
Am 19. März Jugend Gausingen und Musizieren im neuen Postsaal in Trauchgau. Beim Gau-Jugendpreisplatteln in Lechbruck gehen zwei Einzelsiege an die „Älpler“. Im Vereinsstadel am Kalkofen wird eine provisorische Küche für die Bewirtschaftung eingebaut.
Am Gaupreisschafkopfen in Rieden nimmt eine Mannschaft mit vier Älplern teil.
Am 8. April findet im Postsaal das erste Vereinsmusikanten – Treffen des Oberen Lechgau Verbandes statt.
Am 22. April feiert Vorstand Sepp Lang im Postsaal in Trauchgau seinen 60. Geburtstag. Die zahlreichen Gratulanten werden bei Plattler und Volkstanz von der Steingadener Tanzlmusi unterhalten. Zur Überraschung spielt auch Georg Fleschhut mit seinen Westendorfer
Tanzlmusikanten auf. Die „Älpler“ veranstalten einen Volkstanz im Postsaal in Trauchgau. Es spielt die Steingadner und die Westendorfer Tanzlmusi. An der großen bayerischen Trachtenwallfahrt nach Altötting beteiligen sich 20 „Älpler.“
Am Lechgaufest in Hohenfurch marschieren am Festzug 120 „Älpler“ auf. Wegen zwei fehlenden Mitgliedern hatte es wieder nicht zum 1. Meistpreis Außer-Gau gereicht.
Am 69. Gaufest in Schwangau marschieren die Trauchgauer mit 165 Trachtler auf, was mit dem 2. Meistpreis bedacht wird. Zu einem
Festabend eine Woche später, an dem das 80 jährige Gründungsfest gefeiert wird, sind auch die Vorstandschaften der benachbarten Vereine eingeladen.
Beim Gaujugendtag in Bernbeuren bringen 16 Paare der jungen „Älpler“ den Auftanz und den Hammerschmied zur Aufführung.
Vier Plattlerpaare nehmen an einem Gauoffenen Preisplatteln in Rottenbuch teil. Der ehemaligen Schriftführer, 2. Vorstand und Beisitzer Bernhard Heringer vom Reseler kann für das seltene Jubiläum, 70 Jahre Mitgliedschaft
geehrt werden. Josef Vollmair vom Maispëter wird zum 1. Vorplattler gewählt.
1990
Eine Mannschaft der „Älpler“ gewinnt den Wanderpokal beim Preis-Grasobern der Feuerwehr Trauchgau.
Bei herrlichem Wetter wird ein neuer Maibaum aufgestellt. Wegen Umbaumaßnahmen an der Dorfstraße bekommt er an einer besser
einzusehender Stelle vor dem Rathauspark einen neuen Standort. Das Kommando zur Aufstellung übernimmt, wegen einem Unfall mit
Gehstützen, wieder Sepp Lang. Bei spärlicher Beteiligung findet abends im Postsaal ein Maitanz mit der kleinen Besetzung der Trauchgauer Musikapelle statt.
Beim Gau-Jugendpreisplatteln in Schwangau gehen zwei Einzelsiege an die „Älpler“. Beim Gaujugendtag im Bundesleistungszentrum in Füssen beteiligen sich 32 junge „Älpler.“ Am 1. Juli verstirbt im hohen Alter von 87 Jahren das Ehrenmitglied Theresia Lory, die Gattin des verstorbenen Gauvorstandes Sepp Lory.
Gauausschuß und Vorstände der benachbarten Vereine würdigen ihre Verdienste ebenso Vorstand Sepp Lang für die„Älpler.“ Am 70. Gaufest in Roßhaupten beteiligen sich die Trauchgauer mit 165 Trachtler. Wegen drei fehlenden Mitglieder hat es nur zum 2.
Meistpreis gereicht. Eine französische Folkloregruppe aus Béaupreau weilt wieder auf Besuch in Trauchgau. Zum Abschied wird mit ihnen ein gemeinsamer Heimatabend veranstaltet.
Als Patenkind – Verein sind die „Älpler“ mit Plattler und Vorstandschaft beim 90 jährigen Jubiläum der „D’ Neuschwanstoaner“ in Füssen eingeladen.
Im Gasthof Adler in Halblech findet der Aktiv – Hoagarte des Oberen Lechgauverbandes statt. Die Trauchgauer Saitenmusik und das Doppelquartett des Männergesangsverein wirken für die „Älpler“ mit.
Das Adventsingen des Oberen Lechgauverbandes übernehmen die „Älpler.“ Veranstaltungsort ist die Pfarrkirche St. Andreas in Trauchgau.
Die Theatergruppe bringt in der Turnhalle den 3 Akter „Heirat nicht ausgeschlosen“ zur Aufführung.
1991
Der Verein spendet 2 000 DM für die neuen Kirchenglocken. Xaver Lang erzählt bei einem Dorfabend vom alten Geläut der Trauchgauer Pfarrkirche. Das Instandsetzen des Bildstockes in der Unterreither Ruh und der Bildsäule in der Trauchgauer Ruh wird von Xaver Lang vorgenommen.
Vom Jugend-Gaupreisplatteln in Roßhaupten, bei dem sie wieder mit drei Gruppen zu je sechs Paaren antreten, kommen die jungen „Älpler“ mit drei Siegern im Einzel-Wettbewerb nach Hause.
Die erste Gauwallfahrt des Oberen Lechgauverbandes zur „Wallfahrtskirche zum gegeißelten Heiland auf der Wies“ findet am Pfingstmontag
statt. Die traditionelle Bergmesse des Vereins wird in Zukunft auf den darauf folgenden Sonntag verschoben. Beim Lechgaufest in Epfach kann man für die 50 teilnehmenden „Älpler“ den 1. Meistpreis Außer Gau mit nach Hause nehmen.
Am 71. Gaufest in Hopfen beteiligen sich die Trauchgauer mit 152 Trachtlern, was zum 1. Meistpreis reicht. An der Glockenweihe am 15. September helfen auch die „Älpler“ mit, das Fest der Pfarrgemeinde zu verschönern.
Beim Preisplatteln in Roßhaupten können zwei Einzelsiege verbucht werden. Am 3. Oktober entsteht bei strahlenden Wetter das längst fällige Vereinsfoto. Als günstiger Platz ist der Weg zum Müllerbichl auserkoren.
132 „Älpler“ stellen sich dazu auf. Vom Gauverband wird gewünscht, dass jeder Verein einen Trachtenwart in seine Vorstandschaft beruft. Diese Aufgabe hat bisher für die „Älpler“ Hermine Lang, die Frau von Vorstand Sepp Lang wahrgenommen und tritt damit in die Vorstandschaft ein.
1992
Gau – Frühjahrsversammlung wird im Gasthaus Post in Trauchgau abgehalten. Die Vereine Schwangau und Trauchgau sind gegen den Termin
der Gauwallfahrt am Pfingstmontag, da beide schon traditionsgemäß an diesem Tag ihre Bergmessen abhalten. Bei einer folgenden Abstimmung von 151 Delegierten waren 78 für den vorgesehenen Termin.
Beim Gau-Jugendpreisplatteln in der Hopferau gehen drei Einzelsiege und der Gruppen-Wanderpokal an die „Älpler.“ Eine Abordnung Plattler fährt nach 11 Jahren wieder zu ihren französischen Freunden nach Westfrankreich.
Vom 24. – 26. Juli 72. Gautrachtenfest in Trauchgau. Es steht diesmal unter der Schirmherrschaft des bayerischen Ministerpräsident Max
Streibl, wohnhaft in Wildsteig. Mit dem Trio Alpin aus dem Zillertal beginnt die Festlichkeit am Freitag und es sorgt für reichlich Stimmung.
Zum Auftakt des Gauheimatabend mit der Trauchgauer Musikkapelle erreichen die „Älpler“ mit 36 Paaren beim Auftanz viel Aufmerksamkeit. Zum Abschluss des Abends platteln 42 „Älpler“ den Buabeplattler. Der Sonntag beginnt mit einem Feldgottesdienst an Nudls – Grotte. Bei herrlichem Wetter kann sich dann am Nachmittag der Festzug mit über 4000 Teilnehmer in Bewegung setzen. 44 Vereine
mit 24 Musikkapellen und 14 Festwägen werden begeistert von tausenden Zuschauern bestaunt. Bei der Preisverteilung werden folgende Vereine für die rege Teilnahme belohnt:
1. Meistpreis im Gau mit 192 Teilnehmer an „Schwanstoaner“ Schwangau 2. Meistpreis im Gau mit 186 Teilnehmer an „Hochplatte“ Buching
1. Meistpreis außer Gau mit 167 Teilnehmer an „Alpenrose“ Peiting 2. Meistpreis außer Gau mit 124 Teilnehmer an „Illachtaler“ Rottenbuch
1. Weitpreis ging an die Schweizer Jodlergruppe aus Konolfingen 2. Weitpreis ging an den Verein aus Hofstten Auch wurden an jeden Verein und Festwagenteilnehmer eine Ehrengabe vergeben.
Am Abend spielen zum Ausklang dieSchnaidberg – Musikanten aus Steingaden und die Stadtkapelle Schongau Ehrenvorstand Xaver Lang stellt zu diesem 4. Gaufest, das die „Älpler“ im Oberen Lechgauverband durchführen, wieder eine umfangreiche
Festschrift zusammen. Mit 60 Trachtlern und einem Festwagen mit Mollegspann wird das Gaufest des Allgäuer Gauverbandes in Nesselwang besucht.
Vor der Gauversammlung in Füssen werden die Gaudelegierten von der Trauchgauer Musikkapelle in die Franzikanerkirche zum Festgottesdienst gegleitet.
Die Theatergruppe bringt in der Turnhalle den 3 Akter „Eine fast sündige Nacht“ zur Aufführung.
1993
Nach Umbaumaßnahmen im Rathaus wird der Proberaum vorerst in den Keller der Trauchgauer Volksschule verlegt. Beim Gaupreisschafkopfen des Oberen Lechgauverbandes gewinnt Sepp Sieber den Wanderpokal.
Die „Älpler“ führen traditionsgemäß ein Jahr nach dem Gautrachtenfest das Gaupreisplatteln der Jugend und der Aktiven Oberen Lechgauverbandes durch.
Die drei Plattlergruppen der Aktiven werden beim Wettbewerb am 16. Mai mit dem 1. und 2., sowie den 8. Rang ausgezeichnet. Auch in der Einzelwertung gibt es drei 1. Plätze. Die jungen „Älpler“ können dabei am 17. Oktober ebenfalls den 1. Gruppenpreis erringen. In der Einzelwertung gibt es ebenfalls drei 1.
Plätze. 40 französische Freunde sind wieder auf Besuch in Trauchgau. Mit ihnen wird am Kalkofenfest ein gemeinsamer Heimatabend abgehalten.
Französische und bayerische Volkstänze können den zahlreichen Besuchern vorgeführt werden. Das Gaufest in Bidingen wird mit 133 Trachtler besucht. Dafür bekommt man den 1. Meistpreis überreicht.
1994
Gau - Preisschafkopfen in Trauchgau. Gewinner des Wanderpokal ist das Mitglied Otto Niggl. Beim Bayerischen Trachten-Jugendtag in Weilheim nehmen zwei Paare von den Älplern teil. Dies sind Köpf Manfred, Lang Elisabeth,
Vollmair Andreas und Mößmer Helene. Die Theatergruppe bringt im Postsaal den 3 Akter „Stammhalter gesucht“ zur Aufführung.
Ein neuer Proberaum im Keller des Gasthaus Post steht zur Diskussion.
1995
Die „Älpler“ führen das Gaupreischafkopfen des Oberen Lechgauverbandes mit 188 Teilnehmern durch.
Ein geplanter Proberaum in der Trauchgauer Käsküche erscheint der Vorstandschaft als nicht sinnvoll. Die Möglichkeit, die Turnhalle zu erweitern, wird ins Auge gefasst. Am 28. Mai nehmen 40 „Älpler“ am sehr großen Festzug des Bayerischen Landes – Musikfestes in Füssen teil.
Bei der Gauwallfahrt zur Wieskirche predigt wie immer bei dieser Gelegenheit H. H. Pfarrer Kirchmeier für die zahlreichen Trachtler von der Kanzel.
Anlässlich des Gaufestes der „Oberländer Trachtenvereinigung“ und des 100 jährigen Bestehens des VolkstrachtenvereinsUnterammergau
veranstaltet der Jubiläumsverein gemeinsam mit seinen Nachbarn und den Älplern am Montag nach dem Gaufest einen Ammertaler-Abend. Er war ein langer Abend und ein voller Erfolg.
Das 75. Gaufest, verbunden mit dem 75. Gründungsfest des Oberen Lechgauverbandes richtet der Nachbar- und Patenverein„Hochplatte“ Buching aus. Zum Abschluss des Gauheimatabend führen die „Älpler“ mit 16 Paaren den Kronentanz auf. Zum Festgottesdienst marschieren
die Trauchgauer, voran die Musikkapelle bereits mit 80 Trachtler nach Niederhofen. Am Festzug beteiligt man sich mit 208 Teilnehmern,
wofür man den 1. Meistpreis in Empfang nehmen kann. Den Festwagen fährt der Auer Sepp mit seinem 4 spännigen Ochsen-Gespann, dargestellt ist eine Alphütte mit einem Hirtenpaar.
Zum Kalkofenfest sind auch die Unterammergauer Trachtler erschienen. Über 500 Besucher erfreuen sich beim Tanz und Unterhaltung mit dem Trio Alpin aus dem Zillertal.
Am Gaupreisplatteln in Seeg beteiligen sich 28 „Älpler.“ Die Gruppe I kann den Gewinn des Wanderpokal feiern.
Das 90. Vereinsjubiläum wird mit den örtlichen Vereinen und den Patenvereinen in der Turnhalle gefeiert. Voraus gegangen ist ein
gemeinsamer Gottesdienst in der Trauchgauer Pfarrkirche, zelebriert von Pfarrer Peter Mayr und musikalisch gestaltet vom
Männergesangsverein Trauchgau. Am Festabend in der Turnhalle bringen die Patenvereine, wie auch der Volkstrachtenverein Unterammergau Darbietungen für die „Älpler.“ Dabei kann auch das gemeinsam mit den Trauchgauer Vereinen angeschaffte Bühnenbild vorgestellt werden,
gestaltet von Benno Kölbl aus Füssen. Ehrenvorstand Xaver Lang wird für seine Verdienste im Trachtenwesen von Gauvorstand Max Bertl
mit der Gau-Ehrenurkunde ausgezeichnet. Für die gute Zusammenarbeit, das vorbildliche Wirken und das geleistete Engagement in der
Trachtenbewegung kann Vorstand Sepp Lang und der Trauchgauer Trachtenverein viele Gratulationen und Geschenke entgegen nehmen.
Der geplante Anbau für einen Proberaum an der Turnhalle wird von Seiten des Gemeinderates abgelehnt. Statt dessen wird ein Anbau am Vereinsstadel beim Kalkofen in Erwägung gezogen.
1996
Den großen Empfang der beiden Alpin Skifahrer der deutschen Nationalmannschaft, Katja Seizinger und Tobias Barnasoi vom SC Halblech in
Bayerniederhofen bereichern die beiden Trachtengruppen aus Buching und Trauchgau. Beim Gaufest des Oberen Lechgauverbandes in Bertholdshofen beteiligen sich 131 „Älpler.“ Dafür kann Vorstand Sepp Lang den 1.
Meistpreis entgegen nehmen. 37 „Älpler“ fahren zum Waldfest nach Unterammergau, um das Geschenk vom 90 jährigen Jubiläum in vorigen Jahr (100 Liter Bier) einzulösen.
1. Vorstand Sepp Lang wird für langjährige Arbeit als Jugendleiter und Helmut Lang für 20 Jahre Vereinsmusikant vom Bayerischen Trachtenverband für ihre „Verdienste in der Jugendarbeit“ geehrt.
Der Obere Lechgauverband schafft sich eine Prozessionstange an. An dieser sind die Patronate der Pfarrkirchen aller Gauvereine angebracht.
Die Vorstandschaft und die Plattler unternehmen einen Ausflug in das Berner Oberland. Die Volkstanz- und Singgruppe Konolfingen feiert ihr
60. Gründungsfest mit einem bunten Abend, bei dem auch unsere Plattler, die Schellemädla und das Fina-Duo mitwirken.
1997
Mit den Vereinigten Schützengesellschaft und dem Pfarrgemeinderat führen die Trachtler abwechselnd monatlich eine Altpapiersammlung durch. Der Erlös gilt der Jugendarbeit.
Statt der Halbjahresversammlung wird im Frühjahr der erste Vereinsabend abgehalten. Ehrungen für 25 und 50 Jahre Mitgliedschaft stehen u. a. auf dem Programm.
Der 6. Maibaum wird am Rathauspark aufgestellt. Das Kommando hat wieder Thomas Lang, Ahanser. Der Patenverein „Hochplatte“ Buching feiert sein 90. Gründungsfest. Die „Älpler“ sind dazu mit Vorstandschaft, Fahne und Plattler
eingeladen. Zur 850 Jahrfeier des ehemaligen Kloster Steingaden stellt der Trachtenverein mit 25 Mitglieder beim historischen Umzug die Abgabe des Zehent dar. Dies war die Abgabe von Naturalien unserer Vorfahren an das Kloster Steingaden bis 1803.
Das Dach am Kalkofen wird von den„Älpler“ neu eingedeckt und Schirmbretter angebracht. Das Gaufest des Oberen Lechgauverbandes findet in Bernbeuren statt. Die „Älpler“ sind mit 131 Telnehmern und der Musikkapelle
aufmarschiert. In einer außerordentlich einberufenen Versammlung wird entschieden, dass am Vereinsstadel das Vereinsheim mit Proberaum angebaut wird.
Außerdem wird ein Finanzierungsplan vorgestellt. Am 8. August ist Baubeginn des Vereinsheim am Kalkofen. Zum 10 jährigen Bestehen der Kalkofen – Musik, das „Trio Alpin“ aus dem Zillertal, ist die Plattlergruppe am 30. August nach Höfen
eingeladen. Mit Plattler und Tänze sind sie Mitgestalter dieses Festabends. Beim Gau-Jugendpreisplatteln in Bertholdshofen gewinnen die jungen „Älpler“ den Wanderpokal und können auch einen Einzelsieg
verbuchen. Zum 90 jährigen Bestehen des Nachbarverein „Almfrieden“ Steingaden ist die Vorstandschaft eingeladen.
Nach 1 500 freiwilligen Arbeitsstunden von 76 Mitgliedern kann am 14. November der Hebauf des Vereinsheimes gefeiert werden.
Der Obere Lechgauverband lässt in der Wallfahrtskirche Wies seine Wallfahrtstange weihen.
1998
Für sämtliche geplante Veranstaltungen der „Älpler“ wird zu Jahresbeginn eine Vereinsmitteilung an die Mitglieder ausgegeben. Der Innenausbau des Vereinsheimes wird begonnen.
Zum 90 jährigen Bestehen des Lechgauverbandes in Schongau ist auch die Vorstandschaft des Gründungsverein „Älpler“ eingeladen. Diesem
Jubiläum geht in der Wallfahrtskirche auf dem Hohen Peissenberg ein Gedenkgottesdienst voraus. Beim Gau-Jugendpreisplatteln in Bernbeuren gewinnen unsere junge „Älpler“ von sechs Einzelwertungen vier 1. Preise. Drei davon, die
Geschwister Bernadett, Elisabeth und Michael Lang, aus dem Hause Ahanser. Für die Teilnahme am Bezirksmusikfest in Buching mit Musikkapelle, Fahnenabordnung, 58 Aktiven und 20 Jugendlichen Älplern bekommt
man von den „Alpengruß“ Musikanten einen Hektoliter Bier. Zum Gaufest bei den „Oberlandler“ in der Wies marschieren die „Älpler“, mit Musikkapelle voran, von der Abzweigung Lindegg zum
Gottesdienst in der Wallfahrtskirche. Am Festzug nimmt man mit Festwagen und 175 Mitglieder teil.
Beim Kalkofenfest treten u. a. auch die Unterammergauer Plattler und Gaoßlschnalzer auf. Mit Bulldog und Wagen machen unsre Plattler einen Gegenbesuch an ihrem Waldfest.
Die Plattler beteiligen sich bei 8 Allgäuer-Abenden im Gasthof Adler in Halblech. Die „Älpler“ veranstalten in der Pfarrkirche in Trauchgau das Adventsingen des Oberen Lechgauverbandes.
Der Verein zählt 290 Mitglieder, zuzüglich 34 Kinder und Jugendliche.
1999
Beim Tag der Volksmusik, veranstaltet von der Hanns-Seidel Stiftung in Wildbad-Kreuth, wird 1. Vorstand Sepp Lang von der Hanns Seidel
Stiftung mit dem Ehrenpreis für besondere Verdienste für die bayerische Volksmusik, den Volkstanz und die Jugendarbeit ausgezeichnet.
Am Vereinsabend können zahlreiche Mitglieder für langjährige Treue geehrt und zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Ehrenvorstand Xaver
Lang erzählt aus der Geschichte der Postagentur und des Gasthauses Post. Der Patenverein „Alpengruß“ Wildsteig feiert sein 75. Gründungsfest. Vorstandschaft mit Fahnenabordnung und Plattler sind der Einladung
gefolgt. Beim Gaufest in Prem wird von den Plattlern zum erstenmal der neueinstudierte D’Houzebichler aufgeführt. Dazu bringen sie ihre eigene 5
Mann Kapelle mit. Für die 174 Teilnehmer beim Festzug gibt es als 1. Meistpreis ein geschnitztes Floss. Beim Gaupreisplatteln der Aktiven am 3. Oktober bei den Oberlandlern in der Wies können die „Älpler“ den 1. Gruppenpreis feiern. Im
Einzelwettbewerb gewinnen Kathrin Gans, Rosmarie Sieber, Erika Grundmann und Thomas Lang vier erste Preise. Ein voller Erfolg.
Beim 125 jährigen Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Trauchgau gratuliert Vorstand Sepp Lang im Namen aller örtlichen Vereine und übergibt ein gemeinsames Geschenk.
Zum Jugendhougarten des Oberen Lechgauverbandes wird nach Trauchgau in den Gasthof „Hirsch“ eingeladen. 9 Gruppen nehmen daran teil.
Bei einer Hilfsaktion des Oberen Lechgauverbandes für die Hochwassergeschädigten Landwirte im Raum Immenstadt im Allgäu spenden auch
die Trauchgauer Bauern 38 große und 20 kleine Siloballen, sowie 3 Heuballen.
Stellvertretender Landrat Josef Kreuzer überreicht Vorstand und Ehrengauvorplattler Sepp Lang für >Im Ehrenamt verdiente Bürger< das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten.“
Beim Jugend-Preisplatteln bei den „Oberlandlern“ in der Wies gibt es wieder drei Einzelsiege für die „Älpler“. Die Theatergruppe des Volkstrachtenvereins Unterammergau spielt im Postsaal den 3 Akter „Bei uns verklemmt nix.“
Das Theater „Die Gedächtnislücke“in 3 Akten wird übern Jahreswechsel im Postsaal viermal aufgeführt. Jeweils sind 240 Besucher.
Josef Sieber wird zum 1. Vorstand und Stefan Leitner zum 1. Vorplattler gewählt.
2000
Am 22. Februar wird der Verein in das Vereinsregister eingetragen. Voraussetzung war eine neue Vereins-Satzung. Bei einer
außerordentlichen Versammlung wird die Satzung geändert und einstimmig angenommen. Diese tritt am 12. 11. 2000 in Kraft. Gleichzeitig
wird eine Vereins-Ordnung erstellt, die das >Vereinsleben< regelt. Sepp Lang wird für 48 jährige Tätigkeit in verschiedenen Funktionen für die „Älpler“, davon 16 Jahre als 1. Vorstand am Vereinsabend im
Postsaal zum Ehrenvorstand ernannt. Vom Gau-Jugendpreisplatteln in Prem kehren die „Älpler“ wieder mit zwei Einzelsiege nach Hause.
Das Gaufest, verbunden mit dem 80 jährigen Bestehen des Oberen Lechgauverbandes führen die „Neuschwanstoaner“ aus Füssen, verbunden mit ihrem 100 jährigen Vereinsjubiläum durch. 150 „Älpler“ marschieren mit der Musikkapelle und einem Festwagen auf.
Das Kalkofenfest findet trotz regnerischem Wetter und kühlen Temperaturen statt. Dem „TrioAlpin“ aus dem Zillertal ist es ebenfalls zu kalt
und sie sagen kurzfristig ihren Auftritt ab. Spontan springen für diesen Abend noch die „Morgenmuffel“ aus Lechbruck ein. Die Küche im
neuen Vereinsheim kann zum erstenmal in Betrieb genommen werden und erfüllt voll ihren Zweck.
Am 22. Oktober wird das neuerbaute Vereinsheim am Kalkofen von Pfarrer Peter Mayr eingeweiht. 5827 freiwillige Arbeitsstunden werden
von den Mitgliedern abgeleistet. Zahlreiche Trachtler aus Nah und Fern und vor allem der Gauausschuß gratulieren bei dem anschließenden „Tag der offenen Tür“ zu dem gelungenen Werk.
Bei einem Festabend im Füssener Kurhaus gratulierten die „Älpler“ dem Patenverein „Neuschwanstoaner“ zu ihrem 100. Gründungsfest.
Sie bringen Darbietungen der Plattler zur Aufführung und überreichen ihnen ein Geschenk.
2001
Beim Gau-Jugendpreisplatteln in Füssen werden von den Geschwistern Elisabeth und Michael Lang vom Ahanser zwei Einzelsiege erreicht. An der Einweihung des „Dorfmuseum im Hölzler“ bewirten die „Älpler“ mit ihrem Küchenteam die zahlreichen Gäste.
Goldene Hochzeit feiert unser Ehrenvorstand Xaver Lang mit seiner Frau Resi am 2.Juni. Die Plattler stehen mit den Kronenbögen Spalier und
begleiten mit der Vorstandschaft das Jubelpaar zum Festmahl in das Gasthaus Post. Am Gaufest in der Hopferau beteiligen sich 140 „Älpler“ mit der Musikkapelle.
Unter der Anleitung von Sebastian Stumpf wird wieder Kalk gebrannt. Umfangreiche Vorarbeiten und Arbeitseinsatz sind nötig, um dieses alte
Handwerk wieder zu beleben. Es zeigt sich ein reges Interesse von zahlreichen Besuchern. Eine Aufzeichnung davon wird im bayerischen Fernsehen gesendet.
Die Plattler beteiligen sich an 11 Allgäuer Abende während des Sommers im Gasthaus Adler.
Beim Bayerischen Trachtenjugendtag am 3. November im Circus-Krone Bau in München führen Kinder und Jugendlichen aus 17
Gauverbänden Schuhplattler, Volkstanz, Volksmusik, Volkslied und Mundartgedichte vor. Von den Älplern wirken in der Gaujugendgruppe des Oberen Lechgauverbandes Bernadett Lang, Ahanser, Andrea Mößmer, Haldenmao,Thomas Vollmair, Fichtl und Tobias Lang, Fina mit
und zeigen den Gauschlag. Als Begleiter sind 1. Vorstand Josef Sieber, Ehrenvorstand Josef Lang, Jugendleiter Gregor Vollmair, die
Mädlevertreterinnen Angelika Köpf und Petra Heringer sowie Josef Lang jun. mit in der Landeshauptstadt. Die EURO Einführung bringt folgende Vereinsbeiträge:
Männliche Mitglieder 8 €, weibliche 6 €. Die Theatergruppe bringt über die Jahreswende im 240 Personen fassenden Postsaal den 3 Akter „Soviel Krach in einer Nacht“ zur
Aufführung. Wegen großer Nachfrage muß das Stück 8 mal gespielt werden.
2002
Vor 170 Besuchern gestalten 50 Mitwirkende den Trachtenball im Postsaal. Die „Älpler“ veranstalten den Funkentanz in der Lechhalle in Lechbruck. Für die ca. 175 zahlenden Besucher spielte die Hochberghauser
Tanzlmusik auf. Als Tanzleiter fungieren Ehrenvorstand Josef Lang und Josef Vollmair. Jugendhuogarte am 24.Februar im Vereinsheim am Kalkofen mit 19 Gruppen aus dem Oberen Lechgauverbandes. Die insgesamt 72 Mädla
und Buabe kommen aus 12 verschiedenen Vereinen. Am 15. März verstirbt unerwartet die Trachtenwartin des Vereins, Hermine Lang. Als langjähriges aktives Mitglied, vor allem an der Seite
ihres Mannes Sepp Lang bei den zahlreichen Volkstanzveranstaltungen, erwirbt sie große Verdienste, die beim Abschied am Grab von den Älplern gewürdigt werden. Auch die Gauvorstandschaft und die Nachbarvereine geben ihr das letzte Geleit.
Am Vereinsabend werden Karl Straub (50 Jahre Vereinsmusikant), Johann Pfeiffer, Anton Sieber sen. und Hubert Romeder vom 2.
Vorsitzenden des Oberen Lechgauverbandes, Klaus Holzmann aus Prem, für besondere Verdienste mit der Ehren-Urkunde des Oberen Lechgauverbandes ausgezeichnet.
Am Pfingstmontag ziehen bei regnerischem Wetter betend zahlreiche Trachtler, darunter 35 Trauchgauer an der Gauwallfahrt zum „Gegeißelten Heiland“ in der Wies. Die hl. Messe auf der Unterreither Ruh zelebriert Dekan Fredl Hoffmann aus Füssen.
Zur Eröffnung einer Sonderaustellung im Dorfmuseum spielt die „Älpler Stubenmusik“ für die geladenen Vereinsvorstände aus der Gemeinde
Halblech. Beim anschließenden Trauchgauer Museumstag bewirtet dann wieder das Küchenteam die zahlreiche Besucher. Am historischen Umzug stellt sich eine Gruppe „Älpler“ als „Heuer“ dar, halt so, wie’s früher war.
Beim Gaufest in Weissensee beteiligen sich 174 Trachtler und können damit den 2. Meistpreis feiern. Das Allgäuer Gaufest bei den Namenskollegen in Immenstadt. Die 34 „Älpler“ können als Ehrengabe eine Saufmaschine, aber auch sonstige
schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen. Trotz verregnetem und kühlem Wetter wird das Kalkofenfest, jedoch erfolgreich abgehalten.
Die Gaugruppe des Oberen Lechgauverbandes feiert das 30 jährige Bestehen. 35 „Älpler“ kommen als ehemalige Mitwirkende der Einladung nach.
Die Trauchgauer Plattler nehmen wie schon seit langem, wieder mit 2 Gruppen am Gaupreisplatteln teil. 5 Plattler können sich für die Gaugruppen qualifizieren.
An der Gauversammlung in Füssen nimmt Sepp Lang nach 40 Jahren Abschied vom Gauausschuß. Die „Älpler“ werden nun von Elisabeth Lang, Ahanser, als Dirndlvertreterin in der Gauvorstandschaft vertreten.
Der Verein zählt 286 Mitglieder, zuzüglich 48 Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren.
2003
Zum Gaukränzle des Oberen Lechgauverbandes im Gasthaus Post sind 275 Besucher erschienen. Zum Tanz spielten die „Halblechtaler“ auf und sorgen für reichlich Stimmung.
Am Funkentanz der „Älpler“ in der Lechhalle in Lechbruck nehmen 192 zahlende Besucher teil. Als Tanzleiter fungieren Josef Vollmair und Martin Kopfer.
Ein neuer Maibaum wird aufgestellt. Das Kommando hat wieder Thomas Lang, Ahanser. Etwa 700 Zuschauer haben sich dazu eingefunden und anschließend am Rathaus bei Bier und Brotzeit mitgefeiert.
Beim Vereinsabend kann die vereinseigene Internet – Seite von seinem „Macher“ Fred Pfeiffer vorgestellt werden. Beim Jugendpreisplatteln stellen sich 33 junge „Älpler“ den Preisrichtern und beteiligen sich mit zwei Gruppen.
Am 11. Juli nehmen sämtliche Vereine der Gemeinde Halblech mit über 1 000 Trauergästen Abschied von unserem Pfarrer Peter Mayr. Er ist am Geiselstein im Alter von 64 Jahren tödlich abgestürzt.
Die Musikkapelle begleitet uns 129 Trachtler am 81. Lechgaufest in Peiting.
Am Gaufest des Oberen Lechgauverbandes in Marktoberdorf kann mit insgesamt 161 Teilnehmer wieder einmal der 1. Meistpreis erreicht werden.
Bei herrlichem Sommerwetter kann das Kalkofenfest abgehalten werden. Zahlreiche Besucher können an beiden Tagen verzeichnet werden.
Vorstandschaft und Plattler unternehmen einen Ausflug nach Bad Reichenhall. Die Vereinsmitglieder beteiligen sich wie beim Fronleichnamstag auch am Erntedankfest beim Einzug mit der Erntekrone.
Beim Gaupreisplatteln in Weissensee beteiligen sich 24 „Älpler.“ In der Jugendgruppe erlernen 50 junge „Älpler“ das Platteln und Tanzen.
2004
Am 1. Mai verunglückt Vereinsmusikant Helmut Lang im Alter von 39 Jahren tödlich. Eine überaus große Trauergemeinde nimmt von ihm Abschied und bringt seine Wertschätzung zum Ausdruck.
Am Gauheimatabend in Urspring platteln die „Älpler“ mit 13 Paaren den „Huazebichler“ und werden von den Musikanten Marianne Niggl, Bernhard Franz, Zilleschneider, Manfred Vollmair, Maispeter, Josef Lang jun. Fina und Franz Grieser Brannteweiner schneidig begleitet.
Dieser gelungene Auftritt ist zweifelsohne ein Höhepunkt des Abends.
In einem Bildband haben die Vereine des Oberen Lechgauverbandes die verschiedensten Aktivitäten der Vereinsmitglieder gesammelt,
niedergeschrieben und bildlich dokumentiert. Die umfangreiche Sammlung trägt den Titel: „Bei uns im Oberen Lechgau“. Die
Buchvorstellung erfolgt am 10. September im historischen Fürstensaal in Füssen.
Der Obere Lechgauverband richtet am 25. und 26. September in Schwangau die Tagung der Vereinigten Bayerischen Trachtenverbänden aus. Beim großen Heimatabend im Schwangauer Kurhaus führen die „Älpler“ den Kronentanz auf.
Jugendhuagarte des Oberen-Lechgau-Verbandes am 10.Oktober im Trachtenheim der „Älpler.“
2005
Am Freitag den 4. März nimmt der Verein Abschied von seinem Ehrenmitglied und Trachtenschneider Georg Kratz. Für Qualität und Passform war der Kratz Schorsch ebenso weithin bekannt, wie für die „Original Trauchgauer Trachtenanzüge“, die er bis zu seinem Ableben
von 80 Jahren anfertigte. Am 12. Februar veranstalten die „Älpler“ in der Lechhalle in Lechbruck ihren Funkentanz. Für die 191 zahlenden Besucher spielen die Schwangauer Tanzlmusi und die Schnalzberg-Musikanten auf. 10 Aktive führen den Hexentanz auf. Als Tanzleiter fungiert Martin Klopfer
aus Schwangau Am 27. Februar treffen sich jugendliche Trachtler aus 13 Vereinen des Oberen Lechgauverbandes zu einem Huagarte bei Gesang und Musizieren im Vereinsheim am Kalkofen.
Am 1. Mai stellen sich bei wunderschönem Wetter 162 Trachtlerinnen und Trachtler, jung und Alt, zum Vereinsfoto auf. Anlass: „100 Jahre Älpler“ Am Pfingstmontag beten 37 „Älpler“ auf der Gauwallfahrt des Oberen Lechgauverbandes von der Landvolkshochschule zur Wieskirche mit
den Mitglieder der Gauvereinen. In den Reihen ist neben Monsignore Kirchmair auch der 1. Vorsitzende des Bayerischen Trachtenverbandes, Otto Dufter.
Am 20. Mai feiern aktive und passive Mitglieder im Vereinsheim den
>Hundersten Geburtstag< der „Älpler“
Genau auf den Tag vor 100 Jahren setzte die damalige Vorstandschaft die Unterschriften unter die Statuten. Dies nehmen 1. Vorsitzender
Sepp Sieber und seine Vorstandschaft zum Anlass, ein Fass Bier anzuzapfen und der versammelten Runde eine Brotzeit zu spendieren.
Ehrenvorstand Xaver Lang bringt in einer „Zeit-Reise“ Begebenheiten von der Gründung des Vereins um die Jahrhundertwende zum Vortrag.
Trachtler der Trauchgauer Musikkapelle überraschen mit musikalischen Glückwünschen. Mit der „Halbtonmusik“, und einigen Plattler-Auftrittenn wird diese Feier zu einem gemütlichen Abend.
Rechtzeitig zum großen Jubiläum werden die langen Ärmel für die Frauentrachten fertigt. 14 Trachtlerinnen haben unter der Anleitung von
Gautrachtenpflegerin Christine Thieme aus Lechbruck sich für kältere Witterung, vor allem aber für kirchliche Anlässe diesen Zusatz in den Winter- und Frühjahrsmonaten angefertigt.
Am 17. Juni Eröffnung der Sonderausstellung „100 Jahre Älpler Trauchgau“ im Dorfmuseum beim Hölzler. Über 70 geladene Gäste folgten
der Einladung um dieumfangreiche Dokumentation des Vereins zu besichtigen. Trachtenfrauen um Margret Köpf und Rosmarie Sieber haben
unter der Anleitung von Gautrachtenpflegerin Christine Thieme in Vitrinen umfangreiches altes, historisches Trachtengut zur Besichtigung
hergerichtet. Für die Dokumentation in Schrift und Bild zeichnet Hubert Romeder verantwortlich. Diese ist auch von Fred Pfeiffer auf einer CD
übergearbeitet und zum Kauf angeboten worden. Ebenfalls die Chronik. Für die musikalische Unterhaltung in der besonderen Atmosphäre des Museums sorgt an diesem Abend die „Älpler Saitensprung-Musik“.
Als weitere Ergänzung zur Sonderausstellung und zu den Jubiläumsfeierlichkeiten ist am 19. Juni am Dorfmuseum ein Trachtenmarkt organisiert
worden. An über zwanzig Ständen und im Dorfmuseum kann man Handwerkern über die Schulter schauen, wie heute noch Trachten und
Zubehör hergestellt wird. Besonders die „Letzten ihres Standes“, wie Wagner und Sattler, d’r FinaSepp und Büchl Schorsch, finden großes Interesse. Neben einem extra gebrannten „Älpler-Geist“ vom Trauchgauer Kunsthandwerk gibt es runde und Holder-Küchla
,Holzerschmarren und sonstige Spezialitäten zu verspeisen. Auch das über hundert Jahre alte Bockstechen kommt wieder zu Ehren. Zur
Unterhaltung spielt die Musikkapelle Trauchgau. Die Jugendgruppen der „Älpler“ bereichern mit Auftanz, Musik und Gesang das Programm.
Die Küche liegt wieder in den bewährten Händen der Vorstandschaft und der Plattler. Der übrige Ablauf der Veranstaltung wird von den
Trauchgauer Vereine mit getragen. Dieses Fest wird sicher der „Interessengemeinschaft Dorfmuseum“ und den vielen Gästen noch lange in Erinnerung bleiben.
Am 17. Juli Lechgau-Trachtenfest bei den „Schwalbenstoaner“in Hohenfurch. Die „Älpler“ marschieren mit 116 Mitgliedern auf.
Das diesjährige Gaufest des Oberen Lechgauverbandes wird am 31. August von den „Hohenwaldegger“ in Sulzschneid durchgeführt. Am großen Festzug beteiligen sich die „Älpler“ mit Musikkapelle und 162 Trachtlern.
Nach gründlicher Vorbereitung des Festausschusses beginnt die große Festlichkeit zum 100 jährigen Jubiläum am 12. August mit einem „Boarischen Abend“ im 2 500 Personen fassenden Festzelt.1. Bürgermeister und Schirmherr Bernd Singer sticht zum Auftakt das erste Fass
an und wünscht den Veranstaltungen einen guten Verlauf. Zwei Tanzkapellen, die „jungen Riederinger“ und „Blechreiz“ sorgten für die richtige
Auftaktstimmung. Auf einer eigens aufgebauten Bühne sind die zahlreichen Gäste zum Volkstanz eingeladen. D’r KäsKarl aus der Hopferau
führt gekonnt als Ansager durch das Programm. Die Peterstaler Jodlergruppe und die Peitinger Goaßlschnalzer ernten ebenfalls reichen Beifall.
Tags darauf wird den Festgästen mit dem Trauchgauer Heimatabend ein weiterer Höhepunkt geboten. Der stellvertretende Landrat Reinhold
Sontheimer überbringt die Grüße des Landkreises Ostallgäu und Gauvorstand Max Bertl aus Wildsteig des Oberen Lechgauverbandes. In einem feierlichen Prolog bringt Elisabeth Lang, Ahanser, die hundertjährige Geschichte des Trauchgauer Trachtenvereins in Erinnerung. Die
Patenvereine „Neuschwanstoaner“ Füssen, „Hochplatte“ Buching, „Oberlandler“ Wies und „Alpengruß“ Wildsteig treten mit ihren
Plattlergruppen auf und die Vorstände tauschen mit den „Älpler“ Erinnerungsgeschenke aus. Die Namenskollegen, die „Älpler“ aus
Immenstadt, sind mit einer Abordnung vertreten. Die Vereinsvorstände Sepp Sieber und Hubert Müller haben die hohe Ehre und können neun
Mitgliedern für 25 jährige Vereinstreue das silberne Ehrenzeichen anstecken. Für 50 jährige Mitgliedschaft werden Rita Echtler, August Pröbstl, August Etschmann und Xaver Franz, Scherrer, sowie Hubert Romeder für besondere Verdienste im Trachtenwesen zu Ehrenmitglieder
ernannt. Die sehr seltene Auszeichnung, 70 Jahre Vereinszugehörigkeit, kann an Barbara Enzensberger vergeben werden. 2. Vorstand Hubert
Müller wird für 20 jährige Tätigkeit in der Vorstandschaft von Gauvorstand Max Bertl die Gau-Ehrenurkunde verliehen. Besondere
Aufmerksamkeit ziehen bei ihren Auftritten auch die weit angereisten Gäste „Pel Bratel“ aus Frankreich und die Volkstanzgruppe „Aulataler“ aus Kirchheim / Hessen auf sich. Großen Beifall ernten die 57 „Älpler“ im Alter von 6 – 68 Jahren mit dem „Haushammer“ .
Als Festmusik spielte unter dem Dirigenten Siegfried Schneider die „Harmonie“ Trauchgau zu den Plattlern und Tänzen auf. Zum sonntäglichen Festgottesdienst mit Pfarrer Gracious an „Nudls-Grotte“ haben sich schon sehr viele Trachtlerinnen und Trachtler
eingefunden. Der Trauchgauer Männerchor und die Festkapelle „Harmonie“ umrahmen die feierliche Messe. Vorstand Sepp Sieber legt zum
Gedenken an die verstorbenen Mitgliedern ein Kranzgebinde nieder. 29 Vereine mit 10 Musikkapellen finden sich zum großen Festzug durch das schön geschmückte Dorf. Außerdem 11 mit viel Liebe
hergerichtete Festwägen und 2 Ehrenkutschen der „Älpler“. Sämtlichen Vereinen sind zur Erinnerung Fahnenbänder verliehen worden. Der Nachbarverein „Hochpatte“ Buching kann für die 137 teilnehmenden Trachtlern den 1. Meistpreis in Empfang nehmen. Der 1. Meistpreis
„Außer Gau“ geht an den Verein „Alpenrose“ Peiting. Die Volkstanzgruppe „Bel Pratel“ aus Frankreich erhält für die 1000 km Anreise den 1. Weitpreis.
Gute Stimmung herrscht zum Festausklang bis in die späte Nacht mit der Musikkapelle „Schabernack im Zwölferpack.“ An allen Tagen werden Münzen, in Silber und Kupfer, zur Erinnerung an das 100 jährige Jubiläum geprägt.
Den Abschluss der Festlichkeit bildet am Montag den 15. August, am Fest Maria Himmelfahrt, der Gaujugendtag des Oberen
Lechgauverbandes. 16 Vereine kommen mit ihren Jugendlichen nach Trauchgau, um Tänze, Plattler, Musik und Gesang den zahlreichen
Besuchern vor zu führen. Spiel, Spaß und Unterhaltung steht ebenfalls auf dem Programm, wie Bockstechen oder Japanisches Fadenziehen.
2006
Der Trauchgauer Theaterverein spielt übern Jahreswechsel das Theater „Ziag di aus Josef“ in 3 Akten. Wegen großer Nachfrage wird das Lustspiel 9 mal aufgeführt.
Wegen heftigen Schneefalls kommen nur 75 zahlende Besucher zum traditionellen Funkentanz in Lechbruck. Die Aktiven führen mit 12 verkleideten Hexen den Hexentanz auf.
Beim Vereinsabend wird der Film vom 100-jährigen Vereinsjubiläum im August 2005 vorgeführt.
Bei der Eröffnungsfeier der Fußball Weltmeisterschaft im Juni 2006 nehmen 4 Trauchgauer Aktive mit der Gaugruppe teil. Mit ca 200 anderen
Trachtlern aus dem Bayrischen Trachtenverband sind sie weltweit Botschafter bei dieser WM-Eröffnung.
Beim 25.Bezirksmusikfest des Allgäu-Schwäbischen-Musikbundes in Trauchgau nehmen am Festzug ca. 120 Älpler teil. Das Jubiläum 150
Jahre Musikkapelle „Harmonie“ Trauchgau wird natürlich gebührend gefeiert. Sehenswert auch unser Festwagen, auf dem große „Älpler“ Hosenträger, aus Blumen gesteckt, zu bewundern sind.
Beim Gaufest des Oberen Lechgauverbandes in Wildsteig beteiligen sich 208 „Älpler“. Dafür kann Vorstand Josef Sieber den 1. Meistpreis entgegen nehmen.
Im August führt man trotz naßkaltem Wetter ein gelungenes Kalkofenfest durch. Die Temperaturen in der Nacht von Samstag auf Sonntag sind nur noch zwischen +3 und +4 Grad.
Im September wird das Buch und die CD „Dokumentation 100 Jahre D’Älpler Trauchgau“ fertiggestellt. Es werden insgesamt 36 Bücher bestellt.
Im Oktober unternimmt der Trachtenverein mit 50 Personen einen Ausflug nach Latsch in Südtirol.
Im Dezember werden 36 gebundene Bücher „Dokumentation 100 Jahre D’Älpler Trauchgau“ mit ca. 580 Seiten geliefert.
Diese Chronik ist eine Zusammenfassung von 100 Jahren Vereinsgeschehen der „Älpler“. Das Fundament dazu bilden im großem Umfang die
Protokollbücher des Vereins. Auch Berichte von früheren Jubiläen und Festlichkeiten gelten als aufschlussreich, stammen sie doch oft noch aus
mündlicher Überlieferung der Gründungsmitglieder. Die Festschrift von 1992 anlässlich des 72. Gautrachtenfestes, verfasst von Ehrenvorstand
Xaver Lang, gilt als weitere sichere Grundlage. Zu dieser Vorarbeit bin ich ihm zu besonderem Dank verpflichtet. Interessant sind vor allem zu
Beginn des Trachtenwesen die Berichte in den Zeitungen, geben sie doch Zeugnis von der Begeisterung in der Gründerzeit. Als besonders
günstig erwies sich auch das Depot alter Akten im neuen Vereinsheim. Diese Chronik erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Quellen: Protokoll – Bücher des Trachtenvereins „Älpler“ 1921 – 2005
Festschrift zum 50. Gaufest 1970, verfasst von Xaver Lang, Vorstand Festschrift zum 72. Gaufest 1992, verfasst von Xaver Lang, Ehrenvorstand 60 Jahre Oberer Lechgau – Verband
Chronik des Lechgauverbandes http: Bayerischer Trachtenverband
Beiträge im >Füssener Blatt<
2007
Beim Gaujugendkränzle des Oberen Lechgauverbands sind 275 Besucher im Trauchgauer Postsaal.
Der Vorstand des Trachtenvereins D'Älpler Trauchgau kann 166 Zahlende beim Funkentanz in der Lechhalle begrüßen.
Die Mannschaft des Trachtenvereins gewinnt das „Grasobern“ der Freiwilligen Feuerwehr Trauchgau. In Wildsteig nehmen 3 Trauchgauer Gruppen beim Jugendpreisplatteln teil.
Im Mai besuchen 25 Trauchgauer Trachtler die Folkloregruppe „Bel Pratel“ in Beaupreau-Westfrankreich.
Den Festakt zum 100.Geburtstag des Trachtenvereins „Almfrieden“ Steingaden besuchen 8 Trauchgauer Trachtler.
Anläßlich des Kultur und Brauchtumswochenende der bayrischen Trachtenjugend fährt unsere Jugendgruppe nach Altusried. Der Festzug mit ca. 6000 Teilnehmern wird live im Bayrischen Fernsehen übertragen.
Beim 85.Lechgau-Trachtenfest in Steingaden nehmen 160 Älpler einschließlich der Musikkapelle bei herrlichem Wetter am Festzug teil.
Magnus Ledermann fährt mit seinem Pferdegespann unsere Blockhütte als Festwagen. Beim Gaufest in Rieden gibt's den Meistpreis mit 193 Älplern.
105 Älpler beteiligen sich am Festzug zum 70-jährigen Gründungsfest des Altenauer Trachtenvereins.
Zum 100. Geburtstag des Trachtenvereins „Hochplatte“ Buching nehmen ca. 100 Trauchgauer Trachtler am Kirchenzug teil.
Im Oktober findet ein Festabend anläßlich „750 Jahre Trauchgau“ im Gasthof Post statt.
Bei der Jahresversammlung beschließt die Versammlung einstimmig höhere Mitgliederbeiträge. In Zukunft zahlen Männer 10 Euro ; Frauen 8 Euro.
Im Dezember stellt der Trachtenverein beim Trauchgauer Weihnachtsmarkt eine lebende Krippe dar. Die Darsteller sind allesamt von unserer Jugendgruppe.
2008
Der Trauchgauer Theaterverein spielt über den Jahreswechsel das Theater „Zwoa wia Hund und Katz“ in 3 Akten. Das Lustspiel ist ein großer
Erfolg und wird insgesamt 9 mal aufgeführt. Beim Jugendhuagarte des Oberen Lechgauverbands im Trachtenheim am Kalkofen treten 7 verschiedene Trauchgauer Gruppen auf.
Bei einem Spanferkelessen in unserem Vereinsheim werden Bilder und Kurz-Videos der Frankreichfahrt 2007 mit Computer und Leinwand angeschaut.
Während der Gaufrühjahrsversammlung in Lechbruck werden 5 Trauchgauer Trachtler geehrt. Die Ehrung „Dank und Anerkennung“ erhalten
an diesem Abend: Anton Sieber(jun), Georg Kotz, Thomas Lang, Edi Krebentitscher und Edi Müller.
1.Vorstand Josef Sieber kann beim Vereinsabend Edi Krebentitscher für 33-jährige Tätigkeit im Vereinsausschuß besonders ehren.
Im April haben die Trauchgauer Trachtler die traurige Pflicht innerhalb von 14 Tagen die allseits geschätzten Mitglieder Agathe- und Rudl Pfeiffer auf den Weg zu ihrer letzten Ruhestätte zu begleiten.
Die Gauwallfahrt zum „Gegeißelten Heiland“ in der Wies steht ganz im Zeichen des Kreuzes, da Bischof Walter Mixa ein neues Wegkreuz segnet, das der Trachtenverband aufgestellt hat.
Auf Einladung zum 100. Geburtstag des Lechgau-Trachtenverbandes, fahren im Mai 12 Trauchgauer Trachtler nach Hohenpeißenberg zum Jubiläums-Festabend.
In Rieden nehmen 3 Trauchgauer Gruppen beim Jugendpreisplatteln teil.
Anläßlich „100 Jahre Tiroler Landes-Trachtenverband“ fährt die Jugendgruppe im Juni nach Höfen in Österreich. Beim Weltrekord „Größter
Tanzkreis der Welt“ wird mit 648 Paaren gemeinsam die „Kreuzpolka“ aufgeführt.
Auf Einladung zum 40-jährigen Vereinsjubiläum der Volkstumsgruppe „Die Aulataler“ Kirchheim, fahren 21 Trauchgauer Trachtler im Juli 3 Tage mit dem Bus nach Kirchheim.
Am Gaufest in Lechbruck nehmen 190 Trauchgauer Trachtler einschließlich der Musikapelle am Festzug teil.
Beim 100-jährigen Gründungsfest des Trachtenvereins „Alpenrose“ Peiting marschieren 105 Älpler bei herrlichem Wetter am Festzug mit.
Das Kalkofenfest wird an beiden Tagen von der Volkstumsgruppe „Die Aulataler“ Kirchheim besucht. Darum wird am Samstag spontan ein kleiner Ausflug nach Füssen mit ihnen organisiert.
Auf Einladung zum 100. Gründungsfest des Trachtenvereins „Oberlandler “ Wies , fahren am Samstag den 16. August der Ausschuß, die
Aktiven und unsere Jugendgruppe zum großen Festabend. Bayerns Trachtler feiern 2008 den 125.Geburtstag des ersten Trachtenvereins, der vor 125 Jahren in Bayrischzell gegründet worden war. Aus
diesem Grund fahren 26 Trauchgauer Trachtler gemeinsam mit den Wildsteigern zur großen Trachtenwallfahrt nach Altötting. Über 15000
Trachtler versammeln sich auf dem bekannten Kapellenplatz zum Gottesdienst.
1.Gauvorstand Max Bertl hatte 21 Jahre an der Spitze des Oberen Lechgauverbandes gestanden. An der Gaujahresversammlung im Oktober
in Füssen übergibt er das Amt des Gauvorstands an Walter Sirch aus Stötten. Josef Sieber aus Trauchgau wird zum 1. Gaukassier gewählt.
An der Jahreshauptversammlung im Gasthof Hirsch zählt der Trachtenverein „D'Älpler“ Trauchgau im November 311 Mitglieder.
2009
Am Funkentanz der „Älpler“ in der Lechhalle in Lechbruck nehmen 152 zahlende Besucher teil. Als Tanzleiter fungiert Ehrenvorstand Sepp Lang(Fina).
Ehrenvorstand Sepp Lang(Fina) feiert am 24.April in der Lechhalle seinen 80. Geburtstag. Bei bester Gesundheit kann er im Kreise seiner
Familie, dem Vereinsausschuß, dem Gauausschuß, den Gauehrenmitgliedern und verdienten Trachtler aus seiner aktiven Zeit, diese Feier genießen.
Ein Maibaum mit neuen Zunfttafeln wird aufgestellt. Unter dem Kommando von Thomas Lang (Ahanser) stellen ca. 60 Männer mit ihrer
Muskelkraft den Baum auf. Etwa 500 Zuschauer haben sich dazu eingefunden und anschließend am Rathaus mitgefeiert.
Beim Gau-Jugendpreisplatteln in Lechbruck stellen sich 34 junge „Älpler“ den Preisrichtern und beteiligen sich mit drei Gruppen. Mit einer gewinnen die jungen Älpler den Wanderpokal.
Zum 100- jährigen Bestehen des Trachtenvereins „Lechgauer“ Prem sind der Vereinsausschuß und die Aktiven am 20.Juni zum großen
Festabend eingeladen. Am Sonntag nehmen ca. 100 Trauchgauer Trachtler samt Musikkapelle und Fahnenabordnung am Kirchenzug teil.
Beim 87.Lechgau Trachtenfest in Burggen sind 120 Älpler am Festzug dabei.
Am Gaufest in Schwangau beteiligen sich 173 „Älpler“ am Festzug. Auf unserem Festwagen werden die vier Jahreszeiten dargestellt.
Auf Einladung fahren 17 Trauchgauer Trachtler samt Fahnenabordnung zur Fahnenweihe nach Wildsteig. Beim feierlichen Gottesdienst wird die neu restaurierte Fahne geweiht.
Beim Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Johann-Jakob-Herkomer Realschule in Füssen platteln 7 Paar unserer Jugendgruppe den „Haushammer“.
Bei der Jahresversammlung beschließt die Versammlung, daß ein Pressewart die Schriftführer unterstützt. Außerdem wird der Fähnrich in den Vereinsausschuß bestellt.
Beim Trauchgauer Weihnachtsmarkt am Kirchplatz stellt der Trachtenverein eine lebende Krippe dar. Die Darsteller sind allesamt von unserer Älpler-Jugendgruppe.
Der Trauchgauer Theaterverein spielt über die Jahreswende im Gasthof Post den Dreiakter „Schöne Ferien“. Das Lustspiel wird 9 mal aufgeführt und ist ein großer Erfolg.
2010
Am Trachtenball kann 1.Vorstand Josef Sieber 116 Besucher und ca. 60 Mitwirkende im Trauchgauer Postsaal begrüßen.
Die „Älpler“ veranstalten den Funkentanz in der Lechhalle in Lechbruck. Für die 177 zahlenden Besucher spielen die „Riedgauer Tanzlmusi“ und die „Schnalzberg-Musikanten“.
Beim Jugendhuagarte des Oberen Lechgauverbands im Trachtenheim am Kalkofen treten 5 verschiedene Trauchgauer Gruppen auf.
Am Vereinsabend wird Barbara Enzensberger aus Halblech für 75-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt.
In der Pfarrkirche St. Andreas feiert unser Ehrenmitglied Roman Wurm mit seiner Frau Helga bei einem feierlichen Gottesdienst Goldene Hochzeit.
Beim Gau-Jugendpreisplatteln in Schwangau gewinnen die jungen „Älpler“ erneut den Wanderpokal. Die Geschwister Vreni- und Moritz Köpf können beide einen Einzelsieg verbuchen.
Im Juni sammeln 20 Mitglieder im Lobental Kalksteine für's Kalkbrennen. Beim Lechgaufest in Hohenpeißenberg nehmen 99 Älpler am Festzug teil.
In Roßhaupten beim Gaufest marschieren 177 Älpler einschließlich der Musikkapelle beim Festzug mit. Auf unserem Festwagen wird die Erntekrone dargestellt.
Nach wochenlanger Vorbereitung wird am 5.August das Feuer im Kalkofen unter Anleitung von Sebastian Stumpf und Richard Leitner
angezündet. Ca. 50 Ster Brennholz stehen für den Brand bereit. Es wird 110 Stunden gebrannt und ca. 50 freiwillige Helfer investieren ca 850
Arbeitsstunden für den Kalkbrand. 7000 Liter Löschkalk und 600 Liter ungelöschte Kalksteine werden erwirtschaftet.
Nach sieben Jahren wird Pfarrer Gracious in der Pfarrkirche St. Andreas feierlich verabschiedet. Der scheidende Geistliche tritt eine neue Stelle in Königsmoos bei Neuburg an der Donau an.
Beim Kirchenzug zur Amtseinführung von Pfarrer Markus Dörre am 26.September in Trauchgau, sind ca. 40 Trauchgauer Trachtler samt Fahnenabordnung mit dabei.
Der Einführungsgottesdienst der neuen Pfarreiengemeinschaft Bayerniederhofen, Trauchgau und Waltenhofen,findet in Trauchgau statt.
8 Trauchgauer Trachtler fahren anläßlich des 90. Gründungsjubiläums des Oberen Lechgauverbandes nach Lechbruck zum Jubiläums-Festabend.
Bei der Jahresversammlung wird entschieden, daß die Fahne aus dem Jahre 1963 für ca. 5000 Euro restauriert wird. Die alte Fahne von 1908 wird unter einem Glaskasten im Vereinsheim aufbewahrt.
Der Verein zählt 314 Mitglieder, zuzüglich 55 Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren.
2011
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